| 20.32 Uhr

Berühmte Vierbeiner
Bo und Sunny Obama – Hunde mit Terminkalender

Michelle Obama: Bo und Sunny – Hunde mit Terminkalender
First Lady Michelle Obama mit den beiden Hunden der Präsidentenfamilie. FOTO: ap
Washington. Sie haben ein abwechslungsreiches Hundeleben: Bo und Sunny, die Vierbeiner der Obamas, sind fast so stark ausgebucht wie der US-Präsident selbst. Die beiden Portugiesischen Wasserhunde haben sogar einen eigenen Terminkalender.

Ihr Leben dreht sich nicht einfach nur um Fressen, Faulenzen und Gassi gehen: Die beiden Hunde von US-Präsident Barack Obama sind vierbeinige Botschafter des Weißen Hauses. "Jeder will sie sehen und Fotos machen", erzählt First Lady Michelle. "Ich bekomme am Anfang eines jeden Monats eine Notiz mit allen Anfragen, und ich muss ihre Auftritte genehmigen".

Der schwarzhaarige Bo mit weißer Brust sowie weißen Pfoten und die ganz schwarze Sunny haben die Besucher bereits beim alljährlichen Eierrollen zu Ostern im Weißen Haus begeistert. Bo, der seit April 2009 zur Präsidentenfamilie gehört, stand auch schon an der Seite von Michelle Obama, als diese zum Jahrestag von Obamas Amtsübernahme Touristen begrüßte.

Kinder und Veteranen freuen sich über den Besuch der Hunde

Das Gespann machte zudem verwundete Militärangehörige glücklich oder Kinder im Krankenhaus. Im Januar nahm die Polizei einen Mann aus dem Staat North Dakota fest, der einen der beiden Vierbeiner entführen wollte - alles ein Zeichen dafür, wie anerkannt die Hunde sind.

Bo kam als Geschenk des mittlerweile gestorbenen Senators Edward M.
Kennedy in die Familie. Dieser hatte Obama 2008 im Wahlkampf unterstützt und enge Kontakte zu ihm geknüpft. Dank dieses Präsents konnte Obama gegenüber seinen Töchtern Malia und Sasha sein Versprechen einhalten, nach den Wahlen einen Hund ins Haus zu holen. Sunny stieß 2013 zur Präsidentenfamilie dazu.

Bo bewacht stolz das Weiße Haus

Bo steht auch dem Platzwart des Weißen Hauses, Dale Haney, als "Helfer" zur Seite. Das Anwesen ist als Nationalpark ausgewiesen, und jeden Morgen drehen die beiden ihre Runde, um nach den Pflanzen zu sehen und andere Mitarbeiter des Nationalpark-Services zu treffen. "Ich glaube, er (Bo) sieht das als Job an und nimmt diesen sehr ernst", erzählt Michelle Obama. "Denn wenn ich rausgehe, um ihn zu sehen, ignoriert er mich irgendwie, wenn er mit den anderen Mitarbeitern zusammen ist."

Wenn sie einmal keine Termine haben, führen die beiden Hunde offenbar erst recht ein angenehmes Leben. "Sie können auf meinem Schoß sitzen und auf meinem Stuhl und mit mir kuscheln", verrät die First Lady. "Ich liebe es, mit ihnen auf dem Boden zu liegen und ihnen ins Gesicht zu pusten. Ich mag es auch, sie dazu zu bringen, hintereinander herzurennen und sich zu jagen. Sie sind so süß, ich liebe es so, sie zu knuddeln und zu massieren."

Hunde im Weißen Haus haben Tradition

Hunde im Weißen Haus haben eine Tradition. So manche Amtsvorgänger von Obama hatten einen Vierbeiner an ihrer Seite. Harry S. Truman riet einst in einem berühmten Ausspruch: "Willst Du einen Freund im Weißen Haus, so leg Dir einen Hund zu." Und alle vierbeinigen Gefolgsleute der Präsidenten waren stets beliebt. Millie, der English Springer Spaniel von George H.W. Bush, lieferte die Vorlage für den Bestseller "Millie's Book".

Die Autorin, Präsidentengattin Barbara Bush, ließ es so aussehen, als hätte die Hündin selbst ihren Alltag mit den Bushs niedergeschrieben. Bill Clintons schokoladenbrauner Labrador Buddy half dem Präsidenten seinerzeit durch den Skandal um die Affäre mit Monica Lewinsky, einer damaligen Praktikantin im Weißen Haus.

Bushs Hund hatte eine eigene Webseite

Barney, der Scottish Terrier von George W. Bush, hatte eine offizielle Homepage und spielte die Hauptrolle in den Videos "Barneycam", die mit einer um seinen Hals gehängten Kamera gefilmt wurden. Die damalige First Lady Laura Bush kümmerte sich um die "Drehbücher" und die "Drehzeiten". Lyndon B. Johnson erzürnte in den 1960er Jahren mit seinen Umgangsformen gegenüber seinem Hund allerdings Tierliebhaber: Vor Fotografen zog er seinen Beagle Him an den Ohren hoch.

Obama selbst versprach im vergangenen Jahr, das Weiße Haus ein "bisschen aufzuräumen", bevor er nach achtjähriger Amtszeit im Januar 2017 dort samt Familie und Hundeduo ausziehen wird: Die beiden Verbeiner hätten so einiges in Unordnung gebracht, verriet er.

(ap)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Michelle Obama: Bo und Sunny – Hunde mit Terminkalender


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.