| 16.48 Uhr

Serie von Selbstmordattentaten
Mindestens 16 Tote nach Anschlägen in Nigeria

Die Sekte Boko Haram
Die Sekte Boko Haram FOTO: dpa, axs
Lagos. Bei mehreren Anschlägen in Nigeria sind mindestens 16 Menschen getöten worden. Vier Selbstmordattentäter sollen am Donnerstag in der Stadt Chibok Sprengsätze gezündet haben.

Nach einer Serie von Selbstmordattentaten im Nordosten Nigerias ist die Zahl der Opfer auf 16 gestiegen. Viele weitere hätten bei den Anschlagsserie in Chibok schwere Verbrennungen erlitten und kämpften um ihr Leben, sagte der Arzt Idrissa Danladi am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP. Das kleine Krankenhaus der Stadt sei völlig überfordert, die Blutkonserven seien knapp.

Ein Augenzeuge berichtete, die erste Bombe sei hochgegangen, als Soldaten in der Stadt Chibok eine verschleierte junge Frau kontrollieren wollten. Danach hätten drei weitere Frauen auf einem Markt in kurzer Folge ihre Sprengsätze gezündet. Insgesamt seien 30 Menschen verletzt worden. In Nigerias Hauptstadt Abuja sagte ein Mann unter Berufung auf Verwandte, an einem Kontrollpunkt der Armee in Chibok sei es zu einer weiteren Explosion gekommen.

Für den Anschlag wurde die radikalislamische Boko Haram verantwortlich gemacht. Die Terrormiliz hatte im April 2014 fast 300 Schulmädchen aus Chibok entführt. 219 von ihnen gelten immer noch als vermisst. Experten fürchten, dass einige von ihnen als Selbstmordattentäterinnen missbraucht werden könnten.

Auch unter den sieben Selbstmordattentätern, die sich am Mittwoch auf einem Gemüsemarkt in die Luft sprengten, seien mehrere Frauen gewesen, sagte der Leiter des Verbands für Stadtentwicklung von Chibok, Pogu Bitrus.

 

(kl/ap)
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