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Marokko Minarett Einsturz Panorama, AP 2010-0220
  Foto: 2MTV via APTN, AP
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Marokko: Mindestens 41 Tote bei Minarett-Einsturz

zuletzt aktualisiert: 20.02.2010 - 08:59

Rabat (RPO). Beim Einsturz eines Moscheeturms in Marokko sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. 71 weitere seien verletzt worden, als während des Freitagsgebets in der zentralmarokkanischen Stadt Meknès das Minarett einer Moschee aus dem 18. Jahrhundert eingestürzt sei, teilte die Zivilschutzbehörde der Stadt mit. Rettungskräfte versuchten zum Teil mit den bloßen Händen, weitere Opfer aus den Trümmern zu bergen.

Retter suchen nach dem Minaretteinsturz mit bloßen Händen nach Überlebenden.  Foto: 2MTV via APTN, AP
Retter suchen nach dem Minaretteinsturz mit bloßen Händen nach Überlebenden. Foto: 2MTV via APTN, AP

Das Minarett der Bab-Berdieyinne-Moschee in Meknès stürzte nach Angaben des marokkanischen Innenministeriums am Freitagmittag ein. Aus Behördenkreisen verlautete, zu dieser Zeit sei die Moschee voller Menschen gewesen, die sich nicht nur zum Freitaggebet, sondern auch zu Ehren eines Verstorbenen versammelt hätten. Außer dem Minarett stürzte ein Teil des Moscheedachs auf die Gläubigen.

Rettungskräfte fanden nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes 40 Todesopfer, das marokkanische Innenministerium hatte zuvor von 36 Toten gesprochen. Die Opferzahl drohte nach Angaben der örtlichen Behörden noch weiter zu steigen. Die 71 Verletzten wurden in nahe gelegene Krankenhäuser sowie in besser ausgestattete Krankenhäuser im rund 60 Kilometer entfernten Fès gebracht. Psychologen kümmerten sich um traumatisierte Zeugen des Unglücks.

Rettungsarbeiten mit bloßen Händen

Das marokkanische Fernsehen zeigte, wie hunderte Menschen nach Überlebenden suchten. Mit Schaufeln oder den bloßen Händen gruben sie bis in die Nacht hinein in den Trümmern oder bildeten Ketten, um die Trümmer beiseite zu räumen. Die Rettungsarbeiten wurden dadurch erschwert, dass die Moschee sich in der geschäftigen und dicht bebauten Altstadt von Meknès befindet. Der marokkanische Innenminister Taib Cherkaoui und der Minister für religiöse Angelegenheiten, Ahmed Taoufiq, machten sich vor Ort ein Bild von dem Unglück.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Der staatliche Fernsehsender Al-Oula machte die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage für den Minaretteinsturz verantwortlich. Der Regen hatte bereits Überschwemmungen mit mehreren Todesopfern verursacht.

Das eingestürzte Minarett war ein Wahrzeichen von Meknès gewesen. Der marokkanische König Mohammed VI kündigte an, es werde in seiner ursprünglichen Form wieder aufgebaut.

Quelle: AFP/top/felt

 
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