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Zusammenstoß mit Lastwagen
Kind ist 43. Opfer bei Bus-Katastrophe in Frankreich

43 Tote bei Busunglück
43 Tote bei Busunglück FOTO: afp, LE/nb
Bordeaux . Beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Lastwagen in Südwestfrankreich sind am Freitag 43 Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich in der Nähe von Bordeaux.

Der Bus stieß in Puisseguin rund 40 Kilometer östlich von Bordeaux auf einer Landstraße frontal mit einem Lastwagen zusammen. Beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf, wie die Behörden mitteilten. Bei 41 der Toten handelt es sich um Insassen des Busses, die meisten waren ältere Menschen. Auch der Lastwagenfahrer kam ums Leben. Fünf Menschen konnten sich mit leichten Verletzungen aus dem brennenden Bus retten, wie die Präfektur mitteilte. Drei Menschen blieben unverletzt.

In dem beteiligten Lastwagen wurde die Leiche eines Kindes auf dem Beifahrersitz gefunden, wie die Präfektur des Départements Gironde am Freitag mitteilte. Bei einem der schwersten Busunglücke in Europa sind damit 43 Menschen ums Leben gekommen.

Der Unfall ereignete sich auf einer Landstraße in der Gemeinde Puisseguin, die unweit der Kleinstadt Libourne liegt. Eine Anwohnerin sagte dem Nachrichtensender i-Télé, der Unfall habe sich in einer als gefährlich bekannten Kurve ereignet. Der Bus war nur kurz zuvor in der Gemeinde Petit-Palais-et-Cornemps für einen Seniorenausflug gestartet. Regierungsangaben zufolge transportierte der Lastwagen Holz. 

Frankreichs Staatschef François Hollande sprach am Rande eines Griechenland-Besuchs von einer "furchtbaren Tragödie". Die Regierung sei "vollkommen mobilisiert". Regierungschef Manuel Valls, Innenminister Bernard Cazeneuve und Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies machten sich umgehend auf den Weg zur Unglücksstelle.

Bundespräsident Joachim Gauck hat in einem Kondolenzschreiben an Hollande seine Anteilnahme ausgesprochen. "Die Nachricht von dem furchtbaren Busunglück nahe Bordeaux, bei dem so viele Ihrer Landsleute auf so tragische Weise ums Leben gekommen sind, erfüllt mich mit großer Bestürzung und tiefer Trauer", schrieb Gauck nach Angaben des Bundespräsidialamts in Berlin vom Freitag. "Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen, denen wir Kraft wünschen für die Bewältigung des schrecklichen Verlustes, den sie erlitten haben".

Es ist der tödlichste Straßenverkehrsunfall in Frankreich seit mehr als 30 Jahren. 1982 waren bei einem Busunglück im ostfranzösischen Beaune 53 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Kinder.

Über die genaue Zahl der Opfer gab es in ersten Berichten noch unterschiedliche Angaben.

(lkö/hebu/AFP/ap/dpa)
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