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Gewerbegebiet in Shenzhen
Mindestens 91 Vermisste nach Erdrutsch im Süden Chinas

Erdrutsch in Industriegebiet in China
Erdrutsch in Industriegebiet in China FOTO: ap
Peking. Nach einem Erdrutsch in einem Gewerbegebiet in Südchina werden noch mindestens 91 Menschen vermisst, wie die Behörden am Montag mitteilten.

Zuvor war in staatlichen Medien von mindestens 27 Vermissten die Rede. Berichte über mögliche Tote gab es weiterhin nicht.

Das Unglück hatte sich am Sonntagmittag in einem Industriepark im Nordosten der Stadt Shenzhen ereignet. Lokalen Behörden zufolgte rutschte offenbar nach Regenfällen ein riesiger Berg mit ausgehobener Erde und Bauschutt ab, der von Arbeitern an einem etwa 100 Meter hohen Hügel angehäuft worden war.

Anwohner berichteten von Massen aus roter Erde und Schlamm, die mehrere Häuser und Fabriken unter sich begruben. Wie Staatsmedien berichteten, waren mindestens 33 Gebäude davon betroffen, darunter auch zwei Wohnunterkünfte von Arbeitern.

Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, Schlamm türme sich auf einer Fläche von 60 000 Quadratmetern bis zu sechs Meter hoch. Von Staatsmedien veröffentlichte Fotos zeigten eine riesige, mit Geröll und Schlamm bedeckte Fläche, auf der Rettungskräfte mit Baggern arbeiteten.

Der Fernsehsender CCTV hatte am Sonntag berichtet, dass die meisten Menschen in der Gegend vor dem Unglück in Sicherheit gebracht worden seien. 1500 Retter seien im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen. 

Ob Regeln bei der Aufschüttung der Schutthalde missachtet wurden, war zunächst nicht bekannt. In China kommt es immer wieder zu Unfällen mit vielen Todesopfern, weil Sicherheitsregeln nicht beachtet werden. Erst im Sommer war in der nordostchinesischen Hafenstadt Tianjin ein Chemielager explodiert. Mehr als 200 Menschen kamen dabei ums Leben. 

Chinas Präsident Xi Jinping hatte die örtlichen Behörden am Sonntag aufgefordert, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Zahl der Opfer so klein wie möglich zu halten und Verletzte und Angehörige zu versorgen. Ministerpräsident Li Keqiang ordnete eine Untersuchung zur Unglücksursache an.

 

(das/dpa)
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