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Todesstrafe
Missouri richtet Dreifachmörder mit Giftspritze hin

Missouri richtet Dreifach-Mörder Earl Forrest mit Giftspritze hin
Dreifachmörder Earl Forrest (Polizeifoto) FOTO: ap
Bonne Terre. Im US-Bundesstaat Missouri ist ein Mann wegen dreifachen Mordes hingerichtet worden. Der 66-jährige Earl Forrest wurde nach einer Giftinjektion im Gefängnis von Bonne Terre für tot erklärt. 

Wenige Stunden vor der Exekution am Mittwochabend (Ortszeit) gab der Oberste Gerichtshof der USA einem Antrag auf deren Aussetzung nicht statt, Gouverneur Jay Nixon wies zudem ein Gnadengesuch ab.

Gerichtsakten zufolge ging Forrest im Jahr 2002 in volltrunkenem Zustand zum Haus von Harriett Smith, die er mit der Droge Meth vertraut gemacht hatte. Im Gegenzug dafür verlangte er, dass sie ihr Versprechen einlösen müsse, ihm einen Rasenmäher und ein Wohnmobil zu kaufen.

Doch kam es zu einem Streit, in dessen Folge Forrest die Frau sowie einen Mann erschoss, der gerade zu Besuch bei dem Opfer gewesen war.
Laut den Akten feuerte er sechs Kugeln auf Smith ab und nahm ein Schließfach voller Meth im Wert von damals umgerechnet 22.000 Euro mit. Als Hilfssheriff JoAnn Barnes mit einem Kollegen am Haus eintraf, lieferte sich Forrest ein Feuergefecht mit den Beamten. Barnes wurde tödlich getroffen. Der Sheriff, Forrest und dessen Freundin erlitten Schussverletzungen, überlebten jedoch.

Seit November 2013 ist in Missouri an 19 Männern die Todesstrafe vollstreckt worden. Die Hinrichtung Forrests war die erste Exekution im laufenden Jahr und könnte vorerst die letzte gewesen sein. In dem Staat sitzen aktuell 25 Insassen im Todestrakt, die noch laufende Berufungsverfahren haben oder aus anderen Gründen nicht mit einer baldigen Hinrichtung rechnen müssen.

(felt/ap)
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