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Größtes Unglück im Mittelmeer
Mehr als 200 Flüchtlingsleichen geborgen

Mittelmeer: Flüchtlingsboot mit 200 Leichen geborgen
Das bislang größte Flüchtlingsdrama im Mittelmeer (Archivbild). FOTO: 87
Rom. 217 Leichen wurden von der italienischen Marine aus einen Flüchtlingsschiff geborgen, das im April vor einem Jahr gesunken und Hunderte Flüchtlinge in den Tod gerissen hatte. Das Wrack war vergangene Woche vom Meeresgrund gehoben worden.

Die Leichen, die mehr als ein Jahr in dem Schiff lagen, werden in Sizilien obduziert. Bisher seien 52 untersucht worden, heißt es in einer Mitteilung der Marine von Donnerstag.

Das Schiff war am 18. April 2015 vor der Küste Libyens gesunken. Bislang war auf Basis von Zeugenaussagen vermutet worden, dass zum Zeitpunkt des Kenterns ungefähr 700 Menschen an Bord waren - weshalb das Unglück als das schlimmste im Mittelmeer galt. Nach der Katastrophe wurden bereits rund 170 Leichen geborgen. Nur 28 Menschen hatten überlebt. Die Marine geht davon aus, dass sich weitere Tote in dem Wrack befinden.

(dpa)
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