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Mittelmeer
Italienische Küstenwache rettet 1400 Bootsflüchtlinge

So werben Schleuser für eine Überfahrt nach Europa
So werben Schleuser für eine Überfahrt nach Europa FOTO: RP
Rom. Am Dienstag sind nach italienischen Angaben rund 1400 Bootsflüchtlinge auf dem Weg von Nordafrika nach Europa im Mittelmeer gerettet worden. Acht Migranten seien tot geborgen worden, teilte die Küstenwache mit, die die Rettungsaktionen koordiniert.

Mindestens elf überladene Flüchtlingsboote seien bei ruhiger See von Libyen aus in See gestochen. Die Hilfsorganisation Save the Children erklärte, ihr Rettungsschiff "Vos Hestia" habe in der Nacht aus einem Holzboot mehr als 400 Menschen an Bord genommen.

Nach Informationen der Internationalen Organisation für Migration sind in diesem Jahr 4655 Flüchtlinge bei der Überfahrt umgekommen. Das seien bereits 1000 mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Mehr als 168.000 Flüchtlinge hätten in diesem Jahr Italien auf dem Seeweg erreicht. Seit der Vereinbarung der EU mit der Türkei im März über die Eindämmung der Flüchtlingszuwanderung über Griechenland hat Italien den Löwenanteil des Flüchtlingszustroms zu verkraften.

 

(felt/REU)
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