Brite klagte gegen seinen Chef: Mobbing: Eine Million Pfund Schadensersatz
zuletzt aktualisiert: 01.08.2003 - 07:32London (rpo). Sein Chef habe ihn angeschrien. Er habe ihm gedroht, ihn in Stücke zu reißen oder den Kopf abzureißen. Mit dieser Begründung hat ein Manager in England vor Gericht eine Million Pfund Schadensersatz wegen Mobbing durchgesetzt.
Ein britisches Gericht hat einem gefeuerten Topmanager der Firma Cantor Fitzgerald International rund eine Million Pfund Schadensersatz zugesprochen, weil er von seinem Chef vor der Entlassung tyrannisiert wurde. Steven Horkulak hatte gegen den Vorsitzenden seiner Firma, Lee Amaitis, geklagt: Der Cantor-Präsident soll ihm über einen Zeitraum von sechs Monaten regelmäßig Obszönitäten an den Kopf geworfen haben. Der High Court gab seiner Klage am Donnerstag statt. Sein früherer Arbeitgeber kündigte Berufung an.
Horkulak sagte nach dem Urteilsspruch, er sei erfreut, dass das Gericht sowohl die Kultur der Einschüchterung als auch deren Ausuferung bei Cantor anerkannt habe. Amaitis habe ihn angeschrien, er werde ihn in Stücke reißen oder den Kopf abreißen. Horkulak war Generaldirektor bei Cantor, er wurde im Juni 2000 entlassen; drei Monate, bevor sein Vertrag auslief. Die Firma hatte die Entlassung mit dem Hinweis auf Persönlichkeitsprobleme Horkulaks begründet.
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