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Krimi-Reihe
Mordfall wird wegen Radio-Podcast nach 16 Jahren neu aufgerollt

Mordfall wird wegen Radio-Podcast nach 16 Jahren neu aufgerollt
Adnan Syed sitzt seit 16 Jahren in Haft. Nun wird sein Verfahren wieder aufgenommen. FOTO: ap
Baltimore. 16 Jahre saß Adnan Syed im Gefängnis, jetzt wird sein Fall dank des populären Krimipodcasts "Serial" wieder aufgerollt. Der heute 35-Jährige soll 1999 als Teenager seine Ex-Freundin ermordet haben und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der zwölfteilige Podcast "Serial" einer US-Journalistin, den im Herbst 2014 durchschnittlich rund drei Millionen Menschen hörten, warf Fragen an der Schuld des Verurteilten auf. Seine damalige Anwältin habe etwa eine Entlastungszeugin nicht angehört. Wegen des Podcasts und des Protests vieler Zuhörer beschäftigte sich die Justiz wieder mit dem Fall.

"Wir haben einen neuen Prozess für Adnan Syed", twitterte sein heutiger Anwalt Justin Brown, der sich später auch auf einer Pressekonferenz äußerte. Offen ist, wann der Fall neu verhandelt wird.

Hör-Serie thematisiert echte Kriminalfälle

Die Krimi-Doku "Serial" erzählt in jeder Staffel die Geschichte eines echten Kriminalfalls und verhalf dem Radio-Podcast in den USA zu einem Revival. Die Episoden der Hör-Serie können weltweit etwa bei iTunes heruntergeladen und dann auf Smartphones oder im Auto angehört werden.

Ein ähnliches Format produzierte 2015 der Online-Videodienst Netflix.
In "Making a Murderer" wird der Fall des wegen Mordes verurteilten Steven Avery erzählt, der nach Ansicht der Macher der Doku unschuldig im Gefängnis sitzt. Auch sein Fall könnte im Zuge der Berichterstattung neu aufgerollt werden.

(rent/dpa)
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