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Frankreich
Muslim wegen extra Frauen-Öffnungszeiten verurteilt

Muslim wegen getrennter Öffnungszeiten für Frauen verurteilt
Frauen durften in dem Geschäft nur am Wochenende einkaufen FOTO: dpa, rsc cul
Bordeaux. Weil er unterschiedliche Öffnungszeiten für Männer und Frauen einführte, ist ein muslimischer Ladenbesitzer in Frankreich verurteilt worden. Das Geschäft ist inzwischen geschlossen.

Ein Gericht in Bordeaux verurteilte den Konvertiten wegen Diskriminierung zu zwei Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 500 Euro, wie sein Anwalt am Dienstag sagte.

Mit einem Schild im Schaufenster seines Geschäfts, das Kleider, Lebensmittel und Bücher verkaufte, hatte Jean-Baptiste Michalon 2015 wütende Reaktionen ausgelöst. Festgehalten wurden darauf unterschiedliche Öffnungszeiten für Frauen und Männer: "Schwestern" sollten nur am Samstag und Sonntag einkaufen, "Brüder" an den anderen Tagen der Woche.

Damals beteuerte Michalon, die Initiative sei von Kundinnen ausgegangen. Diese hätten sich beim Einkaufen von Kleidern besser gefühlt, wenn seine Frau an der Kasse stand.

(crwo/AFP)
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