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Anschläge auf Christen: Muslimische Extremisten bekennen sich

zuletzt aktualisiert: 28.12.2010 - 14:25

Jos/Nigeria (RPO). Ein muslimische Extremistengruppe in Nigeria hat sich zu der Serie von blutigen Anschlägen auf Christen bekannt, bei denen an Heiligabend mindestens 38 Menschen getötet wurden. Die früher unter dem Namen Boko Haram bekannte Organisation erklärte am Dienstag auf ihrer Website, sie sei verantwortlich für die Kette von Bombenanschlägen in der Stadt Jos und zwei Überfälle auf christliche Kirchen in der Stadt Maiduguri.

Polizisten und Angehörige des Militärs untersuchen den Ort, an dem sich die Explosion ereignete.  Foto: AFP, AFP
Polizisten und Angehörige des Militärs untersuchen den Ort, an dem sich die Explosion ereignete. Foto: AFP, AFP

Boko Haram änderte vor wenigen Monaten nach der Befreiung von 700 Insassen aus einem Gefängnis den Namen und heißt jetzt übersetzt: "Die Organisation der Anhänger der Lehren des Propheten Mohammed und die Meister des Islams und der Heiligen Kriege".

Keine Festnahmen

Die nigerianische Polizei hatte die Organisation gleich nach den Überfällen auf die beiden Kirchen, bei denen sechs Menschen getötet wurden, als Täter vermutet. Festnahmen gab es bislang keine.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und geteilt in einen christlich dominierten Süden und einen muslimisch geprägten Norden. Jos ist das Zentrum des sogenannten Mittelgürtels in Nigeria, wo zahlreiche ethnische Gruppen um politische und wirtschaftliche Kontrolle kämpfen.

Religiös motivierte Gewalt hat dort in diesem Jahr mehr als 500 Menschen das Leben gekostet. Allein im Januar wurden in der Stadt und umliegenden Dörfern mehr als 300 Menschen getötet, die meisten von ihnen Muslime.

Quelle: apd

 
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