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  Foto: ddp, ddp
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Selbstmord in Untersuchungshaft: Mutmaßlicher Bankdatendieb tot aufgefunden

zuletzt aktualisiert: 01.10.2010 - 17:32

Zürich (RPO). Ein 42 Jahre alter Mann, den die Schweizer Behörden des Verkaufs von gestohlenen Bankdaten nach Deutschland verdächtigten, hat in Untersuchungshaft wahrscheinlich Selbstmord begangen.

Die Bundesanwaltschaft in Bern bestätigte am Freitag, "dass der verstorbene Mann im Rahmen der Strafuntersuchung wegen Bankdatendiebstählen und dem Verkauf der Daten nach Deutschland seit Mitte September inhaftiert war". Der Mann, der Medienberichten zufolge aus Östereich stammte, war am Mittwoch in seiner Zelle tot aufgefunden worden. Nach Angaben der Berner Kantonspolizei sind die genauen Umstände des Todes noch nicht restlos geklärt. Es dürfte sich aber um Selbstmord handeln, erklärte die Polizei.

In den vergangenen Monaten waren deutschen Behörden wiederholt gestohlene CDs mit Daten von mutmasslichen deutschen Steuersündern mit Konten bei Schweizer Banken angeboten worden. Nordrhein-Westfalen kaufte eine CD mit Daten von etwa 1100 Kunden der Schweizer Großbank Credit Suisse.

Deutschen Medienberichten zufolge erhielt der unbekannte Datenlieferant 2,5 Millionen Euro. In der Folge kam es zu einer Welle von Selbstanzeigen. Später wurden die Credit Suisse-Filialen in Deutschland von der Steuerfahndung durchsucht.

Welche Daten der verstorbene Mann den deutschen Behörden übergeben haben sollte, war zunächst unklar. Schätzungen zufolge liegen rund 200 Milliarden Euro an unversteuerten Geldern aus Deutschland in der Schweiz.

Quelle: RTR

 
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