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Helferin der Armen
Mutter Teresa soll 2016 heiliggesprochen werden

Mutter Teresa wird 2016 in Rom von Papst Franziskus heiliggesprochen
Mutter Teresa setzte sich Zeit ihres Lebens für die Ärmsten der Armen ein. FOTO: dpa
Vatikanstadt. Sie kämpfte gegen das Leid der Ärmsten der Armen und erhielt dafür 1979 den Friedensnobelpreis, nun wird die berühmte Ordensfrau Mutter Teresa heiliggesprochen. Das hat der Vatikan mitgeteilt.

Papst Franziskus stimmte der Empfehlung der zuständigen Kongregation im Vatikan zu. Der weltberühmten Nonne wird damit das für die Heiligsprechung nötige zweite Wunder zugeschrieben. Dabei soll es sich um die unerklärliche Heilung eines schwer kranken Mannes handeln.

Die 1997 im Alter von 87 Jahren gestorbene Mutter Teresa war 2003 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen worden. Das Datum für die Zeremonie der Heiligsprechung muss noch bei einem Treffen des Papstes mit den Kardinälen (Konsistorium) festgelegt werden. Die italienische Zeitung "Avvenire" berichtete, sie solle am 4. September als ein Höhepunkt des Heiligen Jahres in Rom erfolgen.

Mutter Teresa wurde 1910 in Albanien geboren und hatte 1950 im indischen Kolkata ihren Orden "Missionarinnen der Nächstenliebe" gegründet, weil die Armut sie dort so sehr erschüttert hatte. 1979 wurde sie mit den Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Weltweit bekanntwurde die albanisch-indische Nonne durch ihren Einsatz für die Ärmsten der Armen.

Zeit ihres Lebens verteidigte sie die traditionellen Werte der katholischen Kirche. Scheidung, Empfängnisverhütung und Abtreibung lehnte sie strikt ab. Ihre Heiligsprechung dürfte erneut zahlreiche Gläubige nach Rom locken.

Selige und Heilige werden in der katholischen Kirche als Vorbilder christlichen Lebens verehrt. Zuletzt hatte Papst Franziskus die Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. heiliggesprochen.

(hebu/dpa/AFP)
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