Nach Morddrohungen: Mutter von kalifornischen Achtlingen untergetaucht
zuletzt aktualisiert: 12.02.2009 - 18:37Los Angeles (RPO). Die Achtlings-Mutter Nadya Suleman aus Kalifornien ist wegen Morddrohungen untergetaucht. Seit ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus vergangene Woche halte sich die 33-Jährige an einem geheimen Ort auf. Sie erhielt aber auch viele positive Rückmeldungen auf ihrer Internetseite, auf der sie auch um Spenden für ihre 14 Kinder bittet.
Suleman werde aber voraussichtlich Ende der Woche in ihr Haus zurückkehren, sagte ihr Sprecher Michael Furtney am Donnerstag. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der vielen Drohungen gegen die Frau.
Nach Angaben des Sprechers erhielt Suleman nach der Geburt der Achtlinge, die durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden, sowohl positive als auch negative Botschaften. In den vergangenen Tagen hätten aber die freundlichen Reaktionen deutlich zugenommen. Die 33-Jährige hat eine Internetseite eingerichtet, auf der sie Glückwünsche und Spenden entgegennimmt.
Einen Großteil der Kosten für die inzwischen 14 Kinder der arbeitslosen Nadya Suleman dürften nun die kalifornischen Steuerzahler zu tragen haben - was angesichts eines milliardenschweren Haushaltsdefizits öffentliche Empörung ausgelöst hat.
Auf der Website heißt es: "Wir danken für die Liebe und die guten Wünsche, die uns aus aller Welt geschickt werden". Bislang wurde Suleman, die neben den Achtlingen schon sechs Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren hat, bereits mit Lebensmittelgutscheinen in Höhe von 490 Dollar (380 Euro) monatlich unterstützt. Außerdem erhielt sie staatliche Unterstützung für drei ihrer Kinder, die behindert sind.
Die Kosten für die Versorgung der Ende Januar geborenen Achtlinge wird das Krankenhaus vermutlich den Behörden in Rechnung stellen, wie die "Los Angeles Times" schrieb. Suleman selbst erklärte, die künstlichen Befruchtungen, über die alle ihre Kinder gezeugt wurden, hätten rund 100.000 Dollar gekostet.
In der Öffentlichkeit lösten diese Berichte einen Sturm der Entrüstung aus. Im Fall der Großfamilie Suleman brauche es für die Erziehung von 14 Kindern nicht nur das sprichwörtliche Dorf, "sondern die gemeinsamen Mittel von Land, Staat und Bundesregierung", schrieb Tim Rutten, der Kolumnist der "Los Angeles Times", am Mittwoch. Sulemans Geschichte sei einfach grotesk.
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