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Nach Erdbeben in Neuseeland
Hubschrauber und Schiffe für gestrandete Touristen und Einwohner

Nach Erdbeben in Neuseeland: Hubschrauber und Schiffe für gestrandete Touristen und Einwohner
Die Royal New Zealand Air Force hilft bei Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben in Neuseeland. FOTO: dpa, jc ms
Wellington. Hunderte Touristen und Einwohner sind in Neuseeland nach dem starken Erdbeben in einer Küstenstadt gestrandet. Sie sollen mit Hubschraubern und Schiffen abtransportiert werden.

Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, brachten erste Militärhelikopter am Dienstagmorgen Betroffene aus dem Küstenort Kaikoura. Für Mittwochmorgen werdde die Ankunft eines Marineschiffs aus Auckland erwartet.

Kaikoura liegt im Nordosten der Südinsel Neuseelands rund 180 Kilometer nordöstlich von Christchurch, hat etwa 2000 Einwohner und ist vor allem bei Touristen beliebt, die Wale beobachten oder die Bergsaussicht genießen wollen. Das Erdbeben zerstörte sämtliche Straßen- und Zugverbindungen in dem Ort. Die Wasserversorgung und das Abwassersystem brachen zusammen.

Luftwaffenkommandeur Darry Webb sagte, die Rettungsaktion könnte etliche Tage dauern. Falls nötig, könne ein Militärtransportflugzeug Versorgungsgüter über Kaikoura abwerfen.

Neuseeland liegt auf dem pazifischen Feuerring

Die Leiterin der Zivilschutzbehörde, Sarah Stuart-Black, ergänzte, Rettungskräfte würden zunächst jene Gestraneten mit gesundheitlichen Problemen oder gebuchten internationalen Flügen herausbringen. Bis Dienstagmittag (Ortszeit) seien 34 Menschen ausgeflogen worden

Das Erdbeben der Stärke 7,8 hatte die Südinsel in der Nacht zum Montag (Ortszeit) heimgesucht. Zwei Menschen kamen um. Die Erdstöße waren bis Christchurch zu spüren, dessen Stadtkern bei einem Beben 2011 weitgehend zerstört worden war. Auch in der Hauptstadt Wellington im Süden der Nordinsel wurden Schäden angerichtet. Es kam zudem zu Tsunamis mit einer Höhe von knapp zwei Metern.

Neuseeland liegt auf dem pazifischen Feuerring, der oft von Erdbeben erschüttert wird. Bei dem Beben 2011 in Christchurch kamen 185 Menschen ums Leben.

(mre/ap)
 
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