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Nach falschem Bombenalarm
Air-France-Passagier in Polizeigewahrsam

Fotos: Air France-Jet wegen möglicher Bombe notgelandet
Fotos: Air France-Jet wegen möglicher Bombe notgelandet FOTO: dpa, dk pt
Paris. Nach dem falschen Bombenalarm auf einem Air-France-Flug ist ein Passagier des Fluges in Frankreich in Polizeigewahrsam genommen worden.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft von Bobigny bei Paris am Montag mit. Der Passagier sei am Morgen bei seiner Ankunft am Flughafen Charles de Gaulle von der Grenzpolizei vorläufig festgenommen worden.

Die Sender BFMTV und France Info berichteten, es handele sich um einen früheren Polizisten. Nähere Angaben machte die Behörde zunächst nicht, sie bestätigte aber die Eröffnung einer Untersuchung wegen Eingriffs in den Luftverkehr und Lebensgefährdung.

Unterdessen sind die betroffenen Passagiere nach Paris gebracht worden. Alle 459 Passagiere und 14 Mannschaftsmitglieder wurden in Sicherheit gebracht. Passagier Marine Gorlier weinte, als sie Familienangehörige auf dem Flugplatz Charles de Gaulle in Paris traf. "Wir dachten, wir würden sterben", sagte sie. Antoine Dupont sagte: "Ich bewundere wirklich die Mannschaft, weil sie dachte, es sei eine echte Bombe. Sie blieben sehr gelassen", sagte er.

Bereits zum vierten Mal wurde Air France damit in jüngster Zeit Opfer eines falschen Bombenalarms. In Frankreich herrscht seit den Terroranschlägen vom 13. November mit 130 Toten Ausnahmezustand. Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte für die Attentate die Verantwortung übernommen.

(das/dpa/AP)
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