Gary Johnson steht vor der Wahl: Nach Geburt der Tochter: heiraten oder zahlen
zuletzt aktualisiert: 19.01.2009 - 07:11Flint/USA (RPO). Gary Johnson aus dem US-Staat Michigan steht vor der Wahl: Entweder heiratet er die Mutter seiner Tochter JaeLyn oder er muss die Kosten für ihre Geburt übernehmen.
Und die belaufen sich laut der ihm zugestellten Rechnung immerhin auf 3800 Dollar, wie die Zeitung "The Flint Journal" am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe berichtete.
Das Parlament in Michigan hatte das entsprechende Vaterschaftsgesetz vor fünf Jahren beschlossen. Demnach kann der Staat auf die Bezahlung der Kosten für eine Entbindung durch den Vater verzichten, wenn dieser die Mutter des Kindes heiratet.
Ein Jahr nach dem Beschluss kam JaeLyn auf die Welt. Die Kosten übernahm damals der Staat, weil die Mutter, Rebecca Witt, Anspruch auf die Krankenversicherung Medicaid hatte. Jetzt möchte der Staat das Geld aber wieder zurückhaben.
Witt und Johnson kommen derzeit so gerade über die Runden. "Selbst zehn Dollar würden uns schon wehtun", sagte Johnson. "Wir haben kein Auto, wir haben nicht einmal einen Ofen."
Johnson und Witt erklärten, sie würden ja vielleicht auch noch heiraten. Den Zeitpunkt wolle sie aber selber festlegen, sagte Witt. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand mir vorschreiben kann, wann ich heiraten sollte."
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