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Nach vier Monaten
In Afghanistan entführte Australierin wieder frei

Sydney. Nach vier Monaten in Geiselhaft ist eine in Afghanistan entführte australische Entwicklungshelferin wieder frei. Katherine Jane Wilson sei in Sicherheit, und es gehe ihr gut, erklärte die australische Außenministerin Julie Bishop am Montag.

Zu den Umständen ihrer Freilassung machte sie keine Angaben. Bishop bedankte sich aber bei den afghanischen Behörden, die die Freilassung der Frau durch ihre Unterstützung und Hilfe "ermöglicht" hätten. Nach afghanischen Angaben war Wilson während eines "Einsatzes des afghanischen Nationalen Sicherheitsrates" (NDS) befreit worden. In der Stellungnahme auf der Facebookseite des NDS hieß es, es seien mehrere Verdächtige festgenommen worden.

Wilson, die um die 60 Jahre alt ist, war Ende April in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad nahe der Grenze zu Pakistan verschleppt worden. Nach Angaben der afghanischen Behörden wurde sie von bewaffneten Männern, die sich als Polizisten verkleidet hatten, aus ihrem Haus entführt. Wilson hatte nach Angaben ihres 91-jährigen Vaters seit mehr als 20 Jahren in der Region gearbeitet.

In Afghanistan werden immer wieder Ausländer von Rebellengruppen oder kriminellen Banden entführt - vielfach um Lösegeld zu erpressen. Anfang August waren in der Hauptstadt Kabul ein US-Bürger und ein Australier entführt worden, die als Professoren an der Amerikanischen Universität in der afghanischen Hauptstadt gearbeitet hatten. Im Juli wurde eine indische Entwicklungshelferin befreit, die im Juni im Zentrum von Kabul verschleppt worden war.

Die australische Regierung hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass sie grundsätzlich kein Lösegeld für die Freilassung entführter Landsleute zahlt.

(lai/afp/dpa)
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