Inzest-Fall von Amstetten: Nachbar hörte Schreie aus dem Keller
zuletzt aktualisiert: 01.05.2008 - 20:12Wien (RPO). Im österreichischen Inzest-Fall hat sich ein Ex-Mieter des Beschuldigten Josef F. zu Wort gemeldet. Dieser sagte, er habe öfters Schreie aus dem Keller gehört, in dem F. seine Opfer einsperrte. Daraufhin angesprochen habe F. gesagt, sein Haus werde eines Tages Geschichte schreiben.
Verdächtige Geräusche soll der ehemalige Mieter nach eigenen Angaben aus dem Kellergeschoss gelegentlich vernommen haben. Er habe Klopfen gehört und Geräusche, als ob Gegenstände fallengelassen würden, sagte Alfred Dubanovsky am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP. Josef F. habe ihm auch einmal gesagt, das Haus werde eines Tages noch Geschichte schreiben.
Der Mann wohnte von 1995 bis zum vergangenen Jahr im Erdgeschoss des Hauses im niederösterreichischen Amstetten, in dem F. seine Tochter und drei mit ihr gezeugte Kinder im Keller eingekerkert hatte. Er habe F. gefragt, ob die Geräusche von einer Gasheizung im Keller kämen, und dieser habe mit Ja geantwortet, sagte Dubanovsky.
Alle Mieter hätten zustimmen müssen, dass sie den Keller nicht beträten, sagte Dubanovsky. Sie durften keine Fotos von diesem Bereich machen. F. habe gedroht, jeden hinauszuwerfen, der gegen diese mündliche Vereinbarung verstoße.
Lesen Sie hier die gesamte Berichterstattung zum Fall Amstetten.
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