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Verheerendes Erdbeben
Obama sagt Nepal Hilfe zu

Zerstörte Tempel und Paläste in Nepal
Zerstörte Tempel und Paläste in Nepal FOTO: ap, BA RSI
Kathmandu. US-Präsident Obama verspricht Nepal nach dem schweren Erdbeben die Hilfe seines Landes. Mittlerweile wurden 5500 Todesopfer geborgen. Durch das Beben kommen jetzt sogar US-Filmemacher in Bedrängnis.

Die Zahl der Todesopfer des verheerenden Himalaya-Bebens ist auf mehr als 5500 gestiegen. Allein in Nepal seien 5489 Menschen umgekommen und 11 440 verletzt worden, teilte die Polizei der besonders stark getroffenen Hauptstadt Kathmandu mit. 61 Tote sind aus dem benachbarten Indien und 25 weitere aus Tibet gemeldet worden.

Die von dem schweren Erdbeben ausgelöste Lawine am Mount Everest forderte mehr Todesopfer als bisher bekannt. 19 Menschen seien durch den Schneeabgang am höchsten Berg der Welt im Basislager getötet worden, teilte die nationale Bergsteigervereinigung Nepal Mountaineering Association am Mittwoch mit. Bisher war von 18 Todesopfern die Rede gewesen.

US-Präsident Barack Obama sprach mit dem nepalesischen Ministerpräsidenten Sushil Koirala, um sein Beileid auszudrücken. Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, berichtete, bei dem Gespräch seien zivile und militärische Hilfsbemühungen der USA zur Sprache gekommen, die sich bereits auf dem Weg nach Nepal befindet. Die Vereinigten Staaten wollen vor allem bei der Rettung und Logistik helfen.

Fotos: Erdbeben zerstört Weltkulturerbe FOTO: dpa, bjw

Angesichts des verheerenden Erdbebens überdenken die Filmemacher von Warner Bros. und Universal Pictures die Präsentation ihrer neuen Katastrophenfilme. Das Warner-Studio gab am Mittwoch bekannt, es werde die weltweite Marketingkampagne für den kommenden Streifen "San Andreas" nochmals prüfen. Man wolle sicherstellen, dass nicht die Gefühle derjenigen verletzt würden, die von dem Unglück betroffen sind, sagte Sprecher Paul McGuire.

Der Film handelt von den Folgen eines zerstörerischen Erdbebens in Kalifornien. Er soll am 29. Mai in die Kinos kommen, Hauptdarsteller sind Dwayne "The Rock" Johnson und Carla Gugino. Werbeaufnahmen zeigten die Zerstörung von Sehenswürdigkeiten wie des berühmten Hollywood Sign nahe Los Angeles oder der Golden Gate Bridge in San Francisco. In dem zweiminütigen Filmtrailer blickt man in etliche verzweifelte Gesichter von Katastrophenopfern.

In der kommenden Filmwerbung will Warner Informationen dazu bereitstellen, wie den Rettungsteams und Hilfsorganisationen in Nepal geholfen werden kann. Wie man sich vor einer Naturkatastrophe schützen kann, soll ebenfalls eine Rolle spielen.

Fotos: Erdbeben in Asien: Mount-Everest-Basislager verschüttet FOTO: afp, ras/fk

Universal will im September den Film "Everest" herausbringen und zuvor ebenfalls seine Werbemaßnahmen überarbeiten. "Everest" basiert auf der Novelle "In eisige Höhen" des Bergsteigers Jon Krakauer. Dabei wird eine Gruppe Kletterer bei einem durch einen schweren Sturm ausgelösten Unglück begleitet.

(ap)
 
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