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Auf "Larry" folgt "Wati": Neuer Zyklon nähert sich Australien

zuletzt aktualisiert: 21.03.2006 - 13:18

Sydney (rpo). Die australische Regierung hat am Dienstag Soldaten in die vom Wirbelsturm "Larry" zerstörten Regionen entsandt, um Wasser, Mahlzeiten und Zeltplanen zu verteilen. Stromleitungen und die Wasserversorgung werden repariert. Doch schon nähert sich der nächste Zyklon der australischen Küste.

Geoff Downey in seiner Küche. Der Zyklon hat das Dach des Hauses entfernt.  Foto: AP, AP
Geoff Downey in seiner Küche. Der Zyklon hat das Dach des Hauses entfernt. Foto: AP, AP

Queensland werde lange brauchen, um sich von dem Wirbelsturm zu erholen, sagte der Regierungschef des Bundesstaates, Peter Beattie. Durch den gewaltigsten Zyklon, den Australien seit Jahrzehnten erlebt hat, wurden 30 Menschen leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 600 Millionen Euro geschätzt.

Im strömenden Regen rückten am Dienstag über einhundert Soldaten in der am stärksten betroffenen Ortschaft Innisfail ein, begleitet von Hubschraubern, Sanitätern und Feldküchen. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, das Wasser abzukochen, da die Kläranlagen nicht funktionierten. In Innisfail mit 8500 Einwohnern wurde die Hälfte aller Dächer beschädigt oder ganz abgedeckt. In der ganzen Region waren am Dienstagabend noch 65.000 Haushalte ohne Strom.

"Larry" zerstörte mehr als 200.000 Tonnen Bananen im Wert von etwa 180 Millionen Euro - 80 Prozent der australischen Bananenernte. 4000 Arbeitsplätze seien nun in Gefahr, teilte die Interessenvertretung der Bananenproduzenten mit. Ebenfalls betroffen waren die Avocado-Ernte und die Zuckerindustrie.

Dass nach jüngstem Stand niemand getötet oder schwer verletzt wurde, hängt nach Einschätzung von Experten auch mit den Lehren des Hurrikans "Katrina" zusammen. Der Wirbelsturm von New Orleans habe die Menschen in Australien dazu motiviert, sich in Sicherheit zu bringen, sagte der Meteorologe Tom Hardy vom Australian Maritime College. US-Präsident George W. Bush telefonierte nach Angaben des Weißen Hauses mit dem australischen Premierminister John Howard, um Hilfe anzubieten und sein Mitgefühl auszudrücken.

Quelle: ap

 
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