Stärke von 6,3: Neues Erdbeben vor Samoa
zuletzt aktualisiert: 02.10.2009 - 06:13Singapur (RPO). In der von Tsunamis heimgesuchten Region um die Samoa-Pazifikinseln hat am Freitag erneut die Erde gebebt. Bislang gibt es keine Warnung vor neuen Riesenwellen. Auch Berichte über mögliche Schäden liegen nicht vor. Das Erdbeben habe eine Stärke von 6,3 erreicht, teilte das US-Institut Geological Survey mit.
Das Epizentrum habe vor der Insel Tonga in rund zehn Kilometern Tiefe gelegen. Bei den verheerenden Flutwellen am Dienstag waren auf Samoa nach Angaben von Behörden rund 150 Menschen ums Leben gekommen. Auch auf der benachbarten Inselgruppe Amerikanisch-Samoa wurden zahlreiche Ortschaften zerstört. Auslöser der Tsunamis war ein Erdbeben der Stärke 8,0 südwestlich der Inselgruppen gewesen.
Auf den betroffenen Inseln im Pazifik ist inzwischen die internationale Hilfe angelaufen. Kolonnen von Militärfahrzeugen brachten den Einwohnern Lebensmittel, Medikamente und Trinkwasser. Die Zahl der Toten stieg auf den betroffenen drei Inseln Samoa, Amerikanisch-Samoa und Tonga nach amtlichen Angaben auf 160.
Bei der zweiten Katastrophe in der asiatisch-pazifischen Region auf Sumatra suchen derweil Rettungskräfte in den Trümmern von Häusern im Wettlauf gegen die Zeit nach Überlebenden. Doch meist bergen sie Leichen; die Zahl der Toten stieg nach Angaben des UN-Nothilfekoordinators John Holmes in New York auf mindestens 1.100. Die indonesische Regierung sprach am Donnerstag noch offiziell von 777 Toten und 440 schwer verletzten Menschen.
Allein in der 900.000-Einwohnerstadt Padang zerstörte oder beschädigte das erste schwere Erdbeben vom Mittwoch 500 Häuser. Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono sagte in Jakarta: "Bereiten wir uns auf das Schlimmste vor".
Hilfe für Sumatra
Spenden für Opfer von Sturm und Erdbeben in Südostasien:
Brot für die Welt, Medico international, Misereor, Terre des Hommes und Welthungerhilfe unter www.entwicklung-hilft.de/online-spende.html
Hilfe für Erdbebenopfer auf Sumatra:
Infos auf http://www.caritas-international.de/ und http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
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