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Aufregung in Neuseeland
Müssen Schweine für die Forschung erschossen werden?

Neuseeland: Müssen Schweine für die Forschung erschossen werden?
FOTO: dapd, dapd
Wellington. Wissenschaftler in Neuseeland haben Schweine für eine Studie auf Operationstischen festgebunden und ihnen dann in den Kopf geschossen - nun werfen Tierschützer den Forschern Grausamkeit vor.

Solche Versuche seien unnötig und sollten gestoppt werden, sagte Justin Goodman von der Gruppe Menschen für ethische Behandlung von Tieren am Mittwoch. Das vom Staat geförderte Institut für Umweltwissenschaft und Forschung erwiderte, die Schweine seien betäubt und menschlich behandelt worden.

Die Studie sei wichtig, um Erschießungen von Menschen zu verstehen, hieß es. Sie könne bei der Aufklärung von Kriminalfällen helfen. Die Untersuchung war im Juli im "International Journal of Legal Medicine" veröffentlicht worden. Sie beschreibt, wie fünf Schweine aus nächster Nähe mit einer halbautomatischen Pistole erschossen wurden. Erfasst wurde, wie sich Blut, Knochen und Gehirnmasse verteilen.

Goodman sagte, Schweine unterschieden sich fundamental von Menschen. Bessere Ergebnisse könnten erzielt werden, wenn mit Puppen oder anhand von Computersimulationen geforscht werde.

Der für das Experiment zuständige Direktor Keith Bedford erwiderte, man nutze Simulationen und Dummies, wo immer sie eingesetzt werden könnten. In diesem Fall sei das allerdings nicht möglich gewesen. Das Institut plane aber keine weiteren ähnlichen Experimente mit lebenden Tieren.

(ap)
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