kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Nach Erdbeben 200 Menschen in Notunterkünften: Neuseeland von Nachbeben erschüttert

zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 - 11:46

Wellington (RPO). Nach dem schwersten Erdbeben in Neuseeland seit fast 80 Jahren ist die Region um die Stadt Christchurch von dutzenden Nachbeben erschüttert worden. Die Behörden rechneten zudem mit weiteren starken Beben sowie mit zusätzlichen Schäden durch einen herannahenden Sturm und starken Regen. Premierminister John Key zeigte sich bei einem Rundgang durch Christchurch erschüttert vom Ausmaß der Zerstörung.

Das Beben der Stärke 7,0 hatte die Bewohner von Christchurch und Umgebung am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) aus dem Schlaf gerissen. In den 24 Stunden danach ereigneten sich mehr als 30 Nachbeben mit Stärken von bis zu 5,7. Die Zivilschutzbehörde warnte, weitere Nachbeben mit Stärken bis zu 5,4 drohten die ohnehin beschädigten Gebäude zum Einsturz zu bringen.

Starker Regen erwartet

Außerdem zog ein Sturm auf, der laut Wettervorhersagen am Sonntagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern weitere Verwüstungen bringen könnte. Für Montag wurde starker Regen erwartet. Nördlich von Christchurch drohten die durch das Erdbeben geschwächten Dämme am Waimakiri-Fluss zu brechen. Die Behörden bereiteten die Anwohner auf mögliche Evakuierungen vor. In Christchurch untersuchten Experten die Gebäude, um zu klären, ob dort Evakuierungen nötig waren.

Das Beben vom frühen Samstagmorgen war auf der gesamten Südinsel Neuseelands zu spüren sowie im südlichen Teil der Nordinsel. In der 340.000-Einwohner-Stadt Christchurch wurden Gebäude zum Einsturz gebracht, Straßen aufgerissen und die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser teilweise unterbrochen. Teile der Stadt boten ein Bild der Verwüstung. Die Trümmer eingestürzter Häuser blockierten Straßen; parkende Autos waren von Trümmern zerquetscht. Die Straßen waren mit Glassplittern übersät.

Premierminister Key sagte bei einem Rundgang, es sei "ein Wunder, dass niemand getötet wurde". "Teile der Stadt sehen aus, als ob sie in einen Wäschetrockner gesteckt und ordentlich durchgeschüttelt wurden." Die Schäden durch die Erschütterung beliefen sich nach ersten Schätzungen der Behörden auf bis zu zwei Milliarden neuseeländische Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro). Key kündigte Hilfe der Regierung für den Wiederaufbau an. Es war das schwerste Erdbeben in Neuseeland seit 1931, als in Hawke's Bay 256 Menschen starben.

Hilfsangebote abgelehnt

Hilfsangebote der US-Armee und der UNO lehnte die Regierung ab. Erdbeben dieser Stärke erforderten normalerweise sehr viel humanitäre Hilfe, sagte der Leiter der Zivilschutzbehörde, John Hamilton. Neuseeland benötige aber "glücklicherweise" keine Unterstützung. Nach Krankenhausangaben erlitten zwei Männer schwere und mehrere weitere Menschen leichte Verletzungen. Ingenieure führten den glimpflichen Ausgang des Bebens auf die erdbebensichere Bauweise der Häuser zurück.

200 Menschen in Notunterkünften

Mehr als 200 Menschen, deren Häuser zerstört wurden, wurden in Notunterkünften untergebracht, hunderte weitere kamen bei Freunden und Verwandten unter. Die Menschen in der Erdbebenregion organisierten sich nach dem Beben schnell. Während des Stromausfalls fanden sich Nachbarn zum Grillen zusammen, und auf dem Land bauten Bauern ein Netzwerk aus Generatoren auf, um die Milchversorgung zu gewährleisten.

Menschen, die alles verloren hatten, wurden von anderen mit Lebensmitteln versorgt. Zivilschutzminister John Carter lobte die Bürger: "Es ist ein großartiges Zeugnis für unser Land, dass die Kiwis (Neuseeländer) sich im Katastrophenfall auf Freunde, Verwandte, Nachbarn und manchmal sogar Fremde verlassen können."

Quelle: apd/afp/bs

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Polizist war auf Salafisten angesetzt

Beamter unter Islamismus-Verdacht

Polizist war auf Salafisten angesetzt

Ein wegen Salafismus-Verdacht vom Dienst suspendierter Essener Polizeibeamter war einem Medienbericht zufolge als Mitarbeiter des Verfassung ... mehr 

Großer Teil von Occupy-Camp brennt ab

Kieler Kriminalpolizei ermittelt

Großer Teil von Occupy-Camp brennt ab

Das Protestcamp des sogenannten Blockupy-Bündnisses in Kiel ist am Samstag zu einem großen Teil abgebrannt. Die Ursache für das Feuer ist ... mehr 

mehr Panorama
Aus der Region

Beamter unter Islamismus-Verdacht

Polizist war auf Salafisten angesetzt

Kieler Kriminalpolizei ermittelt

Großer Teil von Occupy-Camp brennt ab

Vor der Küste Perus

Tausende verendete Krebse entdeckt

Großrazzia bei Hells Angels im Norden

Suche nach Beton-Leiche geht weiter

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

fSAT_EUROPE__FLIP__5967305_0.jpg

Jounalisten erstmals in Gebäude in Fukushima

Japanischer Umweltminister erklimmt Reaktor

In Schutzanzug und Atemmaske hat der japanische Umweltminister Goshi Hosono am Samstag das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi persönlich in Augenschein genommen. mehr

 

Stellvertreter wurde schwer verletzt

Russischer Generalkonsul stirbt in Japan

 

Papst Benedikt "geschockt und betrübt"

Polizei nimmt Kammerdiener fest

 
 

"Vatileaks" erschüttert Vatikan

Der Kammerherr als "Maulwurf"?

 
Top-Services