| 10.18 Uhr

Whitney Houstons Tochter
Klage gegen Nick Gordon: Er soll Bobbi Kristina getötet haben

Nick Gordon: Er soll Bobbi Kristina getötet haben
Ein Bild aus glücklichen gemeinsamen Tagen. FOTO: dpa, bsc kde
Los Angeles. Der Nachlassverwalter von Whitney Houstons verstorbener Tochter Bobbi Kristina Brown hat Klage gegen ihren damaligen Freund eingereicht, in der diesem "widerrechtliche Tötung" vorgeworfen wird.

Nick Gordon gab Bobbi Kristina der am Freitag eingereichten Klage zufolge in den frühen Morgenstunden des 31. Januar "einen Giftcocktail, der sie bewusstlos machte". Dann habe er ihr "Gesicht in eine Wanne mit kaltem Wasser gedrückt und dadurch ihre Hirnschäden verursacht".

Die Hirnschäden waren so groß, dass Bobbi Kristina in ein künstliches Koma versetzt worden war. Sechs Monate später starb die junge Frau. Nach ersten Polizeiangaben hatte Gordon Bobbi Kristina bewusstlos in der Badewanne vorgefunden, nachdem er nach Hause gekommen war. Schon damals war wegen möglicher Gewaltanwendung gegen ihn ermittelt worden, zu einer Anklage war es aber nicht gekommen.

Die Klage gegen Gordon wurde nun erstmals am 24. Juni - wenige Tage vor Bobbi Kristinas Tod - vom amtlich bestellten Nachlassverwalter bei einem Gericht in Fulton im US-Staat Georgia eingereicht. Am Freitag folgte eine überarbeitete Klage.

Dieser neuen Klage zufolge war Gordon in der Nacht zum 31. Januar unterwegs, nahm Kokain und trank viel Alkohol. Nach seiner Rückkehr soll er sich lautstark mit seiner Freundin gestritten haben, bevor er sie mit einem giftigen Cocktail außer Gefecht setzte und dann unter Wasser drückte. Weiter hieß es, ein Gast im Haus habe Bobbi Kristina bewusstlos in der Wanne gefunden, mit geschwollenem Mund und einem herabhängenden Zahn. Dann sei Gordon gekommen und habe dem Gast gesagt, er solle sauber machen. Selbst nachdem die junge Frau ins künstliche Koma versetzt worden war, soll Gordon ihr noch mehr als 11.000 Dollar gestohlen haben.

Der Tod von Bobbi Kristina erinnerte in unheimlicher Weise an das tragische Schicksal ihrer Mutter. Die Popsängerin Whitney Houston war am 11. Februar 2012 tot in einer Badewanne gefunden worden. Sie starb in einem Hotelzimmer von Los Angeles am Vorabend der Verleihung der Grammy Awards. Dem Gerichtsmediziner zufolge nahm sie womöglich eine Überdosis Drogen und Alkohol, bevor sie in der Badewanne ertrank.

(AFP)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Nick Gordon: Er soll Bobbi Kristina getötet haben


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.