| 16.16 Uhr

Gewaltakt
Mindestens 32 Tote bei Anschlag im Nordosten Nigerias

Die Sekte Boko Haram
Die Sekte Boko Haram FOTO: dpa, axs
Abuja. Ein Bombenanschlag im Nordosten Nigerias hat mindestens 32 Menschen das Leben gekostet. Rund 80 weitere wurden verletzt, wie ein Behördenvertreter mitteilte.

Demnach ereignete sich die Bluttat in der Nacht zum Mittwoch an einer Raststätte in Yola, der Hauptstadt des Bundesstaats Adamawa. Bei den meisten Opfern habe es sich um Verkäufer und Passanten gehandelt, berichtete Polizeisprecher Othman Abubakar. Sa'ad Bello vom nationalen Notfalldienst sagte, die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Für die Bluttat wurde die Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich gemacht.

Zuvor war die Region drei Wochen lang von derartigen Gewaltakten verschont geblieben, nachdem eine Serie von Selbstmordattentaten sowie Doppelexplosionen am 23. Oktober in Moscheen in zwei Städten im Nordosten des Landes 42 Menschen in den Tod gerissen hatten. Mehr als 100 weitere wurden verletzt. Eines der Gotteshäuser befand sich in Yola, wo die Angreifer nun erneut zuschlugen.

Zuletzt hatte das nigerianische Militär gemeldet, dass etliche Selbstmordanschläge vereitelt worden seien. Zudem seien Extremisten getötet oder festgesetzt und Boko-Haram-Lager bei Luft- und Bodenangriffen zerstört worden. Dem seit sechs Jahren andauernden Aufstand der Terrorgruppe fielen bisher rund 20 000 Menschen zum Opfer, inzwischen greift sie auch in Nachbarländern Nigerias an.

(ap)
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