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Anschlag in Nigeria
Dritte Selbstmordattentäterin zündete nicht

Nigeria: Selbstmordanschlag hätte noch tragischer enden können
In dem Lager in Dikwa, dem der Anschlag galt, werden tausende Flüchtlinge versorgt. FOTO: afp
Abuja. Im Nordosten Nigerias hätte sich am Donnerstag ein noch schlimmeres Szenario abspielen können: Außer den beiden Selbstmordattentäterinnen sollte sich eigentlich noch ein drittes Mädchen in die Luft sprengen. Vor der Attacke hatte sie sich die Sprengstoffweste aber heruntergerissen und nicht gezündet. 

Der jüngste Selbstmordanschlag im Nordosten Nigerias mit dutzenden Toten hätte noch schlimmer enden können. Ein junges Mädchen habe sich vor der Attacke auf ein Flüchtlingslager in Dikwa am Mittwoch ihre Sprengstoffweste vom Leib gerissen und nicht gezündet, sagte ein Mitglied einer örtlichen Bürgerwehr am Donnerstag. Zwei andere Attentäter sprengten sich hingegen in einer Menschenmenge in die Luft.

Das Mädchen sehe ungefähr aus wie 14, sagte der Bürgerwehrkämpfer, der sie verhört hatte. Sie habe Angst gehabt und keine Menschen töten wollen.

Die nigerianische Terrormiliz Boko Haram zwingt immer wieder Kinder, Jugendliche und Frauen - oft Entführungsopfer - für sie Anschläge zu verüben.

(jf/ap)
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