Verschollen im Unwetter: Noch mehr Vermisste auf Madeira
zuletzt aktualisiert: 23.02.2010 - 08:35Funchal (RPO). Auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira werden weitaus mehr Menschen vermisst als bislang bekannt. Zwei Tage nach den schweren Erdrutschen und Überschwemmungen werden 32 Menschen vermisst. Zuvor war lediglich von vier Vermissten die Rede.
Das teilte am Montagabend die Regionalregierung mit. Von den mindestens 42 Toten seien 13 noch nicht identifiziert, sagte Regierungssprecherin Conceicao Estudante in der Inselhauptstadt Funchal. 18 Verletzte mussten noch in Krankenhäusern behandelt werden.
Der Chef der Regionalregierung, Alberto Joao Jardim, sagte in einem Interview mit dem Fernsehsender RTP, er rechne mit noch höheren Opferzahlen. Die Vermissten seien möglicherweise ins Meer gespült worden, weshalb es vermutlich schwer sein werde, sie wiederzufinden.
Dauerregen auf der Atlantikinsel hatte sich nach Augenzeugenberichten über das Wochenende in Wolkenbrüche verwandelt, die Flüsse über die Ufer treten ließen und Straßen in Sturzbäche verwandelten. Die Wassermassen rissen Autos, Bäume und Brücken fort und spülten Schlamm und Müll in die Häuser.
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