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Panorama Torpedo Korea Kriegsschiff 2010
  Foto: POOL AFP, AP
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Angeblich Beweise für Torpedo-Angriff: Nordkorea droht Süden mit "totalem Krieg"

zuletzt aktualisiert: 20.05.2010 - 13:32

Seoul (RPO). Zwischen Süd- und Nordkorea haben sich die Spannungen erheblich verschärft: Nach einem Bericht internationaler Ermittler wurde das südkoreanische Kriegsschiff "Cheonan" im März von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt. 46 südkoreanische Seeleute kamen ums Leben. Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak drohte Pjöngjang am Donnerstag mit einer scharfen Antwort, Pjöngjang kündigte im Falle einer Vergeltung "totalen Krieg" an.

Südkoreas Präsident Lee Myung-Bak (Mitte, schwarze Kappe) besucht den Unglücksort.  Foto: DONG-A ILBO, AFP
Südkoreas Präsident Lee Myung-Bak (Mitte, schwarze Kappe) besucht den Unglücksort. Foto: DONG-A ILBO, AFP

"Die Beweise legen ganz klar den Schluss nahe, dass das Torpedo von einem nordkoreanischen U-Boot abgefeuert wurde", heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Ermittlungsbericht. "Es gibt keine andere plausible Erklärung." Präsident Lee sagte in einem Telefonat mit dem australischen Regierungschef Kevin Rudd: "Wir werden entschlossene Gegenmaßnahmen gegen Nordkorea ergreifen, und werden es durch internationale Zusammenarbeit dazu bringen, seine Verbrechen zuzugeben."

Der kommunistische Norden wies dagegen erneut jede Verwicklung in den Schiffsuntergang zurück. Pjöngjang forderte die USA und Japan zur Zurückhaltung auf. "Falls die (südkoreanischen) Feinde Vergeltung üben oder Sanktionen verhängen sollten, werden wir mit einem totalen Krieg antworten", sagte ein Oberst der nordkoreanischen Streitkräfte in einem Interview mit APTN. Die Beweise seien konstruiert.

Die USA warfen Nordkorea aufgrund des Ermittlungsberichts einen Akt der Aggression vor, der eine Herausforderung an den internationalen Frieden und die Sicherheit darstelle. Der Angriff sei ein weiteres Beispiel für das inakzeptable Verhalten Nordkoreas und seine Missachtung des Völkerrechts, erklärte das Weiße Haus.

Südkorea und die USA beraten über Konsequenzen

Die Kriegsrhetorik klingt zwar scharf, ist aber vonseiten Nordkoreas nicht Ungewöhnliches. Das international isolierte Regime hat den USA und Südkorea immer wieder mit harten Konsequenzen gedroht.

Als Reaktion könnten Südkorea und die USA, die mit 28.500 Soldaten auf der Halbinsel stehen, gemeinsame Manöver abhalten, sagte ein Experte der International Crisis Group in Seoul. Nach Angaben von Vertretern der USA und Südkoreas ziehen beide Staaten mehrere Möglichkeiten in Erwägung, etwa die Einschaltung des UN-Sicherheitsrats.

Nord- und Südkorea befinden sich nach dem Waffenstillstand von 1953 noch offiziell im Kriegszustand. Die Grenze zwischen beiden Staaten ist die am schwersten bewachte der Welt.

Quelle: apd/born

 
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