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Drogenkrieg
Zehn Tote bei Angriff auf Bierhandel in Mexiko

Nordmexiko: Zehn Tote bei Angriff auf Bierhandel
FOTO: afp, OT/fi
Monterrey. Bei einem Angriff auf einen Bierhandel im Norden Mexikos haben bewaffnete Angreifer am Freitag zehn Menschen getötet.

Die Bewaffneten seien am Nachmittag in García nahe der Stadt Monterrey im Bundesstaat Nuevo León in zwei Lieferwagen vorgefahren, hätten das Lager- und Vertriebsgebäude gestürmt und um sich geschossen, teilten die Behörden mit. Sieben Menschen seien sofort tot gewesen, drei weitere im Krankenhaus gestorben.

Als wahrscheinliches Motiv für die Tat nannten die Behörden einen Konflikt zwischen Drogenbanden. In dem Lager wickelten nach Angaben aus Bundespolizeikreisen frühere Mitglieder der paramilitärischen Drogenbande Los Zetas demnach illegale Geschäfte ab. In dem Gebäude wurden laut Staatsanwaltschaft sieben Kilogramm Marihuana beschlagnahmt.

Den Angaben zufolge zogen die Angreifer sieben ihrer Opfer ganz oder nahezu vollständig aus und entkamen mit umgerechnet rund 575 Euro. Augenzeugen berichteten, die mutmaßlichen Täter seien Richtung Monterrey geflüchtet. Polizei und Armee riegelten den Tatort ab. Ersten Ermittlungen zufolge arbeiteten alle Opfer in dem Handel.

Der Anfang Juni zum Gouverneur des Bundesstaates Nuevo León gewählte parteilose Jaime Rodríguez äußerte sich bestürzt, zugleich aber auch entschlossen im Kampf gegen Bandenkriminalität. "Meine Traurigkeit nimmt zu und mein Mut wird größer", schrieb der 57-jährige Politiker, der selbst in García lebt, im Online-Netzwerk Facebook.

Die Region ist Heimat der Bande Los Zetas, deren Chef Omar Treviño alias "Z-42" im März festgenommen wurde. Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit dem Jahr 2006 mehr als 80.000 Menschen getötet, rund 22.000 weitere gelten als vermisst.

(AFP)
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