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Weißes Haus im Schnee Panorama
  Foto: AFP, AFP
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Ostküsten-Staaten versinken im Schnee: Obama spricht von "Snowmageddon"

zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 13:42

Washington (RPO). 61 Zentimeter Neuschnee haben Washington am Wochenende in ein Winterwunderland verwandelt. US-Präsident Barack Obama sprach angesichts eines der heftigsten Schneestürme in der Geschichte der Hauptstadt von einem "Snowmageddon".

Während viele Menschen in Washington von der weißen Pracht profitierten, sich bei Massenschneeballschlachten und Schlittenfahrten vor den berühmten Monumenten amüsierten, hatte der neuerliche Wintereinbruch für viele Menschen in der mittleren Ostküstenregion dramatische Folgen. Auf einem Highway in Staat Virginia kamen ein Vater und sein Sohn ums Leben, als sie einem festsitzenden Autofahrer zur Hilfe kommen wollten. In Philadelphia waren am Samstag eine halbe Millionen Menschen ohne Strom. Die sechstgrößte Metropole der USA wirkte unter einer Decke von 69 Zentimetern Neuschnee wie eine Geisterstadt.

Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes sind in Washington erst 13 mal seit 1870 mehr als 30 Zentimeter Schnee gemessen worden. Für den Rekord reichten die 61 Zentimeter vom Samstag allerdings nicht. Ihn zeichneten George Washington und Thomas Jefferson 1772 in ihren Tagebüchern auf: 91 Zentimeter.

Um ein Wasserbassin an der National Mall drehten Langläufer ihre Runden, die Stufen des Lincoln Memorial wurden zur Rodelpiste. Die Schneemassen machten aber selbst dem Staatschef zu schaffen: Ein dicker Ast brach von einem Baum, als sein Konvoi passierte, und schlug auf einen Wagen mit Journalisten. Verletzt wurde aber niemand.

40 Häuser von Schlammlawinen verwüstet

In der Westküstenregion, in der Bergen nordöstlich von Kalifornien, tobte unterdessen ein von heftigen Regenfällen begleiteter Sturm und löste zahlreiche Erdrutsche aus. Schlammlawinen rissen Dutzende Autos mit sich fort und verwüsteten mehr als 40 Häuser. Viele Menschen waren in der Nacht zum Samstag von den Lawinen aus dem Schlaf gerissen worden und mussten mit ansehen, wie ihre Möbel von den Geröll- und Erdmassen auf die Straßen gespült wurden. Verletzt wurde niemand.

Rund 800 Häuser vor Los Angeles wurden evakuiert. In der Nacht zum Sonntag durften die meisten Bewohner wieder in ihre Häuser zurück, doch die Behörden warnten vor neuen Regenfällen. Die Katastrophe wurde zum Teil durch Waldbrände im Sommer verstärkt: Weil die niedergebrannten Wälder in den betroffenen Bergausläufern die Wassermassen von bis zu zehn Zentimeter Niederschlag binnen 24 Stunden nicht absorbieren konnten, rasten die Lawinen in die Täler.

Die Menschen in La Canada Flintridge beklagten, sie seien nicht rechtzeitig gewarnt worden. "Es war wie ein Donnerschlag", sagte Dave Becica. "Ich sagte mir: 'Hoffentlich kommt der Berg nicht runter!' Aber es war der Berg." Feuerwehrchef Michael Freeman räumte ein, man sei von den Ausmaßen überrascht worden. Als man die Lawinen registriert habe, sei es für die Betroffenen sicherer gewesen, in ihren Häusern Schutz zu suchen, als Notevakuierungen anzuordnen.

Quelle: RTR/AP

 
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