OECD schlägt Alarm

Mehr als 13 Millionen erwachsene Italiener sind ungebildet

Ein Euro vor der italienischen Flagge. FOTO: dpa, Patrick Pleul

Rom. Diese Zahl sollte das mediterrane Land aufschrecken: Laut einer OECD-Studie haben 40 Prozent aller Erwachsenen in Italien ein niedriges Bildungsniveau.

Mehr als 13 Millionen erwachsene Italiener könnten schlecht rechnen und Texte verstehen, hieß es in der am Donnerstag vorgestellten Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die OECD bezeichnete die Ergebnisse als "großes Problem in Italien".

In dem Bericht wird auf Missstände im italienischen Bildungssystem hingewiesen, die als Bremse für das Wirtschaftswachstum des Landes wirkten. Einer von vier Italienern zwischen 15 und 29 Jahren habe keinen Schulabschluss, sei arbeitslos und nicht in einer Ausbildung - damit belege Italien unter den 35 OECD-Mitgliedstaaten den vorletzten Platz.

Knapp sechs Prozent aller Berufstätigen gaben der Studie zufolge an, nicht genügend Kenntnisse zu haben, um ihre Arbeit gut ausführen zu können. Etwas mehr als ein Fünftel der Arbeitnehmer seien unterqualifiziert für ihre Tätigkeit.

Die OECD empfahl Italien, mehr Geld in das Hochschulwesen und die Berufsausbildung zu investieren. Außerdem solle Rom auch "Unternehmen ermutigen, in eine hochwertige Ausbildung zu investieren". Das würde "dazu beitragen, das Wachstum in Italien anzukurbeln, indem es die Kompetenzen der Arbeitskräfte verbessert".

(felt/AFP)

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