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Todesstrafe
Oklahoma erlaubt Hinrichtungen durch Stickstoff

Todesstrafe: Oklahoma erlaubt Hinrichtungen durch Stickstoff
Ein Hinrichtungsraum im US-Bundesstaat Ohio. FOTO: AFP
Oklahoma City. Im US-Bundesstaat Oklahoma dürfen verurteilte Straftäter künftig auch mit Stickstoff hingerichtet werden.
Gouverneurin Mary Fallin unterzeichnete am Freitagnachmittag (Ortszeit) ein entsprechendes Gesetz. Erlaubt sind dort bisher der elektrische Stuhl sowie Erschießungskommandos, die es sonst nur im Bundesstaat Utah gibt.

Oklahoma ist der erste US-Staat, der Stickstoff für Hinrichtungen einführt. Stickstoff sei eine effektive, nicht grausame Methode, um schwere Straftäter hinzurichten, erklärte die Gouverneurin laut einem Bericht des "Oklahoman", der größten Tageszeitung des Bundesstaates. 

Die Giftspritze soll in dem Südstaat aber weiterhin das bevorzugte Hinrichtungsmittel bleiben. Nur wenn Giftcocktails als verfassungswidrig erklärt werden oder nicht verfügbar sein sollten, soll der Einsatz von Stickstoff erlaubt sein. Dann würde der Todeskandidat das tödliche Gas entweder durch eine Maske oder in einem mit Stickstoff gefüllten Zelt einatmen.

In den USA ist die Todesstrafe in 32 der 50 Staaten zulässig, im Januar warteten rund 3000 Menschen auf ihre Hinrichtung.

Mit der umstrittenen Giftspritze befasst sich Ende des Monats das höchste US-Gericht: Der Supreme Court entscheidet über die Klage dreier Häftlinge aus Oklahoma, die sich gegen ihre geplante Hinrichtung per Giftspritze wehren. Es geht um die Frage, ob die Praxis mit dem in der US-Verfassung verankerten Verbot grausamer und ungewöhnlicher Bestrafung vereinbar ist. Im April 2013 war in Oklahoma ein mit der Giftspritze Hingerichteter erst nach einem langen Todeskampf qualvoll gestorben. 

(dpa)
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