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Neue Spezies
Adorabilis, der hinreißend süße Oktopus

Oktopus "adorabilis": Forscher suchen Namen für neue Spezies
Der neu entdeckte Oktopus ist niedlich anzuschauen. FOTO: Screenshot/YouTube: SciFri
Düsseldorf. Nach Paul, dem Fußballorakel erobert ein neuer Oktopus die Netzwelt. Stephanie Bush vom Monterey Bay Aquarium Forschungsinstitut in Kalifornien hat eine neue Oktopusart entdeckt, die noch einen Namen braucht. Ihr Favorit: Adorabilis, denn der kleine Krake sieht wirklich hinreißend aus.

Wie Science Friday berichtet, hat der neu entdeckte Tiefsee-Cephalopode noch keinen Namen. Es fehlt noch ein Zusatz zum wissenschaftlichen Artennamen "Opistoteuthis". Die Wissenschaftlerin beschreibt den kleinen Meeresbewohner in einem Youtube-Video als "sehr gallertartig und zerbrechlich". Die netzartigen Verbindungen zwischen den Tentakeln helfen beim Schwimmen, die kleinen Flossen auf dem Kopf erlauben ein präzises Lenken. Er ist außerdem ziemlich klein und hat verhältnismäßig große Augen.

Bush erklärt im Video: Wenn eine Name für die Spezies gesucht wird, suche man sich das Merkmal heraus, das es am besten von den anderen unterscheidet. Deswegen würde sie den Oktopus gerne "adorabilis" (vom englischen Wort "adorable", übersetzt: "liebenswert") benennen. Denn er ist, wie Stephanie Bush lachend zugibt, einfach niedlich anzuschauen. Kommentare auf Facebook weisen auch auf die Ähnlichkeit mit dem Oktopus "Pearl" aus dem Animationsfilm "Findet Nemo" hin.

Anfang 2014 wurden einige Exemplare der neuen Opistoteuthis-Spezies zu Forschungszwecken eingefangen. Die unbekannten Tiere in menschlicher Obhut zu versorgen, war gar nicht so einfach, aber glücklicherweise wussten die Forscher des Instituts genau, wie sie die natürliche Umgebung der Oktopoden imitieren können.

Sie haben im Aquarium viel Platz nach oben, damit sie sich gut bewegen können, und werden nur mit Rotlicht bestrahlt, da sie dieses nicht sehen können. Dadurch wirkt es für die Oktopoden, als ob sie noch in der Tiefsee wären. Außerdem muss das Wasser extrem kalt und der Sauerstoffgehalt verringert sein.

Die Forscher haben ganze Arbeit geleistet: Einer der eingefangenen Oktopoden fühlte sich so wohl, dass er sogar Eier legte. Diese wurden entnommen und behutsam ausgebrütet. Bush muss geduldig bleiben. Sie erklärt, dass es bis zu zweieinhalb bis drei Jahre dauern kann, bis die Baby-Oktopoden schlüpfen. Bis dahin haben sie vielleicht sogar schon einen offiziellen Namen.

(isw)
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