Tiger-Attacke: Opfer half womöglich beim Ausbruch
zuletzt aktualisiert: 27.12.2007 - 19:30San Francisco (RPO). Bei dem tödlichen Tiger-Angriff in einem Zoo von Francisco hat wohlmöglich eines der Opfer dem Tier beim Ausbruch geholfen. Die Ermittler hätten in dem Gehege der Tigerin Tatiana Blut und einen Schuh gefunden. Untersucht werde jetzt, ob eines der Opfer wohlmöglich ein Bein über den Graben um das Gehege hängen ließ und so dem Tier die Gelegenheit zum Ausbruch gab.
Tatiana war am Dienstag aus ihrem Gehege entkommen und hatte einen 17-Jährigen getötet. Seine beiden 19 und 23 Jahre alten Begleiter wurden schwer verletzt, sie liegen im Krankenhaus.
Wie der "San Francisco Chronicle" berichtet, wurden in dem Graben Kiefernzapfen und Stöcke gefunden. Möglicherweise wurde das Tier damit provoziert. Die Gegenstände hätten nicht auf natürlichem Weg in den Schutzgraben gelangen können, berichtet die Zeitung unter Berufung auf nicht näher identifizierte Kreise.
"Jemand hat eine Situation geschaffen, die sie (die Tigerin) wirklich in Rage gebracht hat und ihr irgendwie die Möglichkeit zum Ausbruch gegeben", zitierte die Zeitung Zoodirektor Manuel Mollinedo. "Es kann nicht sein, dass die Raubkatze mit einem einzigen Sprung entkam - ich würde vermuten, dass es da Hilfe gab", sagte er demnach. Die vierjährige Tatiana wurde nach dem tödlichen Angriff von Polizisten erschossen. Bereits vergangenes Jahr hatte das Tigerweibchen einem Pfleger den Arm zerfleischt.
Die Eltern des getöteten Jugendlichen kritisierten unterdessen die Sicherheitsvorkehrungen in dem Zoo: "Ich finde, der Zoo sollte beide Seiten schützen - die Menschen und die Tiere", sagte der Vater des Jungen dem Fernsehsender CNN. Die Mutter des Jugendlichen sagte, Weihnachten werde für sie nie mehr sein wie früher: "Das soll doch ein Tag des Gebens und nicht des Nehmens sein", klagte sie: "Und er wurde mir weggenommen."
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