| 17.40 Uhr

17-Jähriger in Oslo verhaftet
Polizei entschärft "bombenähnliche" Vorrichtung

Oslo: Polizei entschärft "bombenähnliche" Vorrichtung
Ein Polizist am Rande der Absperrung. Rechts im Bild: ein Roboter zur Entschärfung von Sprengsätzen. FOTO: rtr, TC
Oslo. Nach dem Fund einer selbstgebastelten Bombe in Oslo hat die norwegische Sicherheitspolizei PST die Terrorgefahrenstufe für das Land auf "wahrscheinlich" heraufgesetzt.

Zuvor war ein 17-jähriger Russe festgenommen worden, der eine "primitive, improvisierte Sprengladung mit begrenztem Schadenpotenzial" in der Nähe der Innenstadt deponiert haben soll. "Es ist unklar, ob der 17-Jährige die Absicht gehabt hat, einen Terrorangriff durchzuführen", sagte PST-Chefin Benedicte Bjørnland am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Oslo.

Staatsanwältin Signe Aalling sagte, der junge Mann sei mit seiner Familie als Asylbewerber nach Norwegen gekommen. "Für die Ermittlungen ist es nun wichtig, die Absichten des Festgenommen zu klären", sagte Aalling. "Es ist nicht geklärt, ob der Verdächtige alleine gehandelt hat." Er sollte am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Verdächtige war am späten Samstagabend mit dem "bombenähnlichen Gegenstand", der sich in einer Plastiktüte befunden hatte, gesehen worden. Nachdem der Gegenstand entdeckt worden war, sprengten Bombenexperten ihn kontrolliert mit Hilfe eines Roboters. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben des norwegischen Rundfunks keine Gefahr. Den Bereich um die Sprengung hatte die Polizei abgesperrt. Am Sonntagmorgen hatte die norwegische Sicherheitspolizei PST die Ermittlungen in dem Fall übernommen und die Terrorwarnstufe für das Land erhöht.

Am Freitag war im Nachbarland Schweden ein Attentäter mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge und ein Kaufhaus im Zentrum der Hauptstadt Stockholm gerast. Dabei starben vier Menschen, 15 wurden verletzt.

(csi/felt/dpa)
 
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