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Stärke 7,8: Panik nach schwerem Erdbeben in Sumatra

zuletzt aktualisiert: 07.04.2010 - 07:44

Jakarta (RPO). Gut fünf Jahre nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean ist die Westküste der indonesischen Insel Sumatra erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert worden, das Panik in der Bevölkerung auslöste. Das Beben mit einer Stärke von bis zu 7,8 ereignete sich in der Nacht zum Mittwoch 60 Kilometer südöstlich von Sinabang. Für große Teile Sumatras und an Thailands Westküste wurde ein Tsunami-Alarm ausgelöst.

Nach der Tsunami-Warnung fliehen viele Einwohner der indonesischen Insel Sumatra.  Foto: AP, AP
Nach der Tsunami-Warnung fliehen viele Einwohner der indonesischen Insel Sumatra. Foto: AP, AP

Während die US-Erdbebenwarte USGS von einem Beben der Stärke 7,8 sprach, wurde die Stärke des Bebens von der indonesischen Erdbebenwarte später mit 7,2 angegeben. Die Tsunami-Warnungen wurden nach einigen Stunden wieder aufgehoben. In Banda Aceh an der Nordspitze Sumatras, wo bei der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 zehntausende Menschen ums Leben kamen, fiel durch das Beben vom Mittwoch der Strom aus, der Mobilfunk blieb jedoch funktionsfähig. Zahlreiche Bewohner stürmten nachts auf die Straße.

Das Epizentrum des Bebens, das sich um 05.15 Uhr Ortszeit ereignete, lag nach Angaben der indonesischen Geologen südöstlich von Sinabang, einer Stadt auf der Sumatra vorgelagerten Insel Simeulue. Aus Sinabang wurden zunächst 17 Verletzte gemeldet, davon vier Schwerverletzte. Dort stürzten mehrere Häuser ein. "Ich schlief, als das Erdbeben zuschlug", sagte der 30-jährige Agus aus Banda Aceh, der bei der Tsunami-Katastrophe Weihnachten 2004 seine Mutter verlor. "Ich weckte meine Frau und meine beiden Kinder, wir sprangen alle auf das Moped, um uns weiter oben in Sicherheit zu bringen." Seine Nachbarn seien ebenfalls in Panik geraten. "Die Erinnerungen von 2004 wurden wieder wach."

Indonesien befindet sich auf dem so genannten pazifischen Feuerring, einem Gebiet mit hoher seismischer Aktivität und hunderten Erdbeben jährlich. Zuletzt hatte Ende September ein Erdbeben der Stärke 7,6 weite Teile Sumatras schwer erschüttert. Das Epizentrum lag damals vor der weiter südlich gelegenen Küstenstadt Padang, nach Angaben der Vereinten Nationen kamen mindestens 1100 Menschen ums Leben. Bei der Tsunami-Katastrophe 2004 wurden in mehreren Küstengebieten des Indischen Ozeans mehr als 220.000 Menschen getötet. Am schlimmsten betroffen war Indonesien mit 168.000 Toten.

Quelle: afp/born

 
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