Papst Benedikt XVI. hat die Blaue Moschee in Istanbul besucht.
Es war das zweite Mal, dass ein katholisches Kirchenoberhaupt in einer Moschee zu Gast war.
Benedikt XVI. sprach mit dem Mufti von Istanbul, Mustafa Cagrici.
Er trug sich ins Gästebuch der Moschee ein.
Zahlreiche begeisterte Zuschauer wollten den Papst sehen und berühren.
Zuvor hatte der Papst während einer Messe in Istanbul mehr religiöse Freiheiten in der Türkei angemahnt.
Die Beachtung der Religionsfreiheit sei ein notwendiges Kriterium für einen EU-Beitritt, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des Papstes und des ökumenischen Partriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I. (rechts).
Zudem betonte der Papst die Bedeutung der christlichen Wurzeln für Europa.
Alle christlichen Gemeinschaften seien aufgerufen, das Bewusstsein Europas für seine christlichen Wurzeln, Traditionen und Werte zu erneuern, um ihm neue Kraft zu geben.
Das sagte Benedikt XVI. nach einer Messe, die er in der Sankt-Georg-Kirche in Istanbul zusammen mit Bartholomäus I. gefeiert hatte.
Die Verständigung mit der orthodoxen Kirche ist eines der Hauptanliegen der Reise von Benedikt XVI.
In Istanbul protestierten einige Demonstranten gegen den Besuch des Papstes. Sie hielten Plakate mit Aufschriften wie "Die Türkei wird keine Kolonie werden" hoch.
Sicherheitsvorkehrungen vor der Hagia Sophia.