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Katholische Kirche
Papst fordert mutige Schritte in der Familienpolitik

Die erste Weihnacht mit Papst Franziskus
Die erste Weihnacht mit Papst Franziskus FOTO: ap, Gregorio Borgia
Rom. Papst Franziskus hat zu Beginn einer zweitägigen Kardinalsversammlung "intelligente und mutige" Schritte in der Familienpolitik der katholischen Kirche gefordert. Ohne in die Details zu gehen sagte er am Donnerstag, die Kirche müsse den Familien mit einer Seelsorge helfen, die "voller Liebe ist".

Studien im Auftrag des Vatikans haben ergeben, dass die meisten Katholiken die Grundsätze der katholischen Kirchen zur Empfängnisverhütung, Scheidung und Homosexualität ablehnen. Mit der Kardinalstagung beginnt ein Diskussionsprozess der katholischen Kirchenführung, für Oktober ist eine größere Zusammenkunft zu Themen geplant, die Familien angehen.

Als er das Treffen für den Herbst ansetzte, ergriff der Papst eine ungewöhnliche Maßnahme und schickte Bischöfen einen Fragebogen für Katholiken. Diese sollten erklären, wie sie die Kirchenlehre bei Themen wie Ehe und Sex auffassen und umsetzen.

Einige Bischöfe haben sich bereits dafür ausgesprochen, zumindest die Vorschriften für Geschiedene und Wiederverheiratete so zu ändern, dass sie wieder die Kommunion erhalten. Auch der deutsche Kardinal Walter Kasper hat sich für Änderungen beim Umgang mit solchen Katholiken ausgesprochen.

Er hielt am Donnerstag bei der Versammlung der Kardinäle vor dem Papst und seinen Kollegen eine programmatische Rede. Über deren Inhalt war aber zunächst nichts bekannt.

(ap)
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