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Ostermesse in Rom
Papst Franziskus lobt Atom-Abkommen mit dem Iran

Franziskus feiert Ostermesse in Rom
Franziskus feiert Ostermesse in Rom FOTO: afp, mlm
Rom. In einer sehr politischen Osterbotschaft hat Papst Franziskus die vielen Konfliktherde auf der Welt angesprochen. Das Rahmenabkommen mit dem Iran lobte er: Es könne die Welt sicherer machen. Zehntausende lauschten ihm bei starkem Regen auf dem Petersplatz.

Von der Loggia des Petersdoms sprach Papst Franziskus nach der Ostermesse den traditionellen Segen "Urbi et Orbi". Auch in Jerusalem, Bethlehem oder in dem von einem tödlichen Anschlag mit 148 Toten heimgesuchten kenianischen Garissa kamen Christen zum Gebet zusammen.

In seiner Osterbotschaft lobte Papst Franziskus das kürzlich mit dem Iran erzielte Rahmenabkommen über das umstrittene Atomprogramm des Landes. Es sei eine Gelegenheit, die Welt sicherer zu machen, sagte er in seiner ersten Stellungnahme nach dem in Lausanne erzielten Rahmenabkommen.

Er kritisierte aber die große Menge der Waffen in der Welt im allgemeinen und zeigte sich tief besorgt über die vielen blutigen Konflikte in Libyen, Jemen, Syrien, Irak, Nigeria und anderswo in Afrika. Auch den Ukraine-Konflikt bedachte der Papst und sagte, er hoffe, dass das Land wieder zum Frieden zurückfinden werde.

Fotos: Papst Franziskus wäscht zwölf Häftlingen die Füße FOTO: dpa, drn lb

"Ostern ist so schön und so hässlich wegen dieses Regens", sagte Franziskus, der von einen Baldachin vor der Basilika geschützt seine Messe im Platzregen hielt. Auch auf den Überfall somalischer Extremisten der Al-Shabaab-Miliz in Garissa ging der Papst ein. Er erinnerte an die vielen jungen Menschen, meist Christen, die bei dem Angriff wegen ihres Glaubens gezielt getötet worden seien.

In der Grabeskirche in Jerusalem fanden sich am Ostersonntag ebenfalls viele Gläubige ein. An dem Ort wurde Jesus dem Glauben nach gekreuzigt und begraben. Später sollte in der Geburtskirche in Bethlehem ebenfalls eine Messe stattfinden.

In Garissa kamen Gläubige trotz des Schocks nach dem Anschlag vom Donnerstag zum Ostergottesdienst. Sicherheitskräfte bewachten die katholische Kirche von außen. Der aus Malta stammende Bischof Joseph Alessandro dankte allen Gläubigen, die trotz der Tragödie ihre Angst überwunden hätten und den Gottesdienst besuchten. Er las Beileidsbekundungen aus der ganzen Welt vor.

In Pakistan feierte die christliche Minderheit ebenfalls die Auferstehung. In den vorwiegend katholischen Philippinen traf ein Taifun an der Nordostküste an Land, er hatte sich zuvor aber abgeschwächt und verursachte nach bisherigen Informationen weder Schäden noch Opfer. Drei Männer ertranken, es war aber noch unklar, ob dies Folge des Sturms war. Tausende Urlauber hatten sich zuvor in Sicherheit gebracht.

Papst Franziskus als Wachsfigur in Paris FOTO: afp, js/nb
(ap)
 
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