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Paris-Attentäter
Salah Abdeslam am Dienstag vermutlich in Brüssel entkommen

Paris-Attentäter: Fingerabdrücke von Salah Abdeslam in Brüssel
Salah Abdeslam gehört zu den Hauptverdächtigen der Anschläge in Paris. FOTO: Europol
Brüssel. Einer der Hauptverdächtigen der Attentate in Paris, Salah Abdeslam, ist am Dienstag vermutlich bei einem Anti-Terroreinsatz in Brüssel entkommen. Die die belgische Polizei hatte seine Fingerabdrücke in der durchsuchten Wohnung gefunden. Der getötete Verdächtige Mohamed Belkaid habe sich ebenfalls an den Vorbereitungen der Attentate beteiligt.

Einer der Hauptverdächtigen der Pariser Attentate ist vermutlich bei der Schießerei in Brüssel mit der Polizei am Dienstag entkommen. Die Fingerabdrücke von Salah Abdeslam seien gefunden worden, bestätigte die belgische Staatsanwaltschaft am Freitag einen Bericht des Senders RTBF. Dieser hatte auf seiner Internet-Seite verbreitet, dass es nach seinen Informationen "mehr als wahrscheinlich" sei, dass Abdeslam eine der beiden Personen ist, die während der Schießerei entkommen konnten.

Getöteter habe Paris-Attentate mit vorbereitet

Belgische und französische Polizisten hatten am Dienstag im Zuge der Ermittlungen zu den Pariser Anschlägen eine Wohnung in Forest durchsucht. Dabei gerieten sie unter Beschuss. Vier Polizisten wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Ein Verdächtiger wurde bei dem Schusswechsel getötet. Neben der Leiche fand die Polizei eine Fahne der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sowie ein Buch über den Salafismus. Zwei Verdächtige, die die Schüsse auf die Beamten abgaben, konnten fliehen.

Bei dem getöteten Verdächtigen handelte sich um den 35-jährigen Algerier Mohamed Belkaid, der sich illegal in Belgien aufhielt und den Behörden nicht bekannt war. Neben der Leiche des Algeriers fand die Polizei ein Schnellfeuergewehr vom Typ Kalaschnikow einschließlich Munition, eine Fahne der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sowie ein Buch über den Salafismus. Belkaid habe sich unter dem falschen Namen Samir Bouzid an der Vorbereitung der Anschläge vom 13. November beteiligt, teilte die belgische Staatsanwaltschaft mit.

Der belgische Sender VRT berichtete am Freitag, Belkaid habe auf Listen von Rekruten der IS-Miliz gestanden. Er habe sich als Selbstmordattentäter freiwillig gemeldet.

Attentate in Paris im November

Islamisten hatten am 13. November bei einer Reihe koordinierter Attacken in Paris 130 Menschen getötet. Zu der schwersten Anschlagsserie in der Geschichte Frankreichs bekannte sich der IS. Mehrere der Attentäter von Paris stammten aus dem Brüsseler Problemviertel Molenbeek und waren den Sicherheitsbehörden bekannt.

Salah Abdeslam soll die Attentäter, die sich vor dem Stade de France in die Luft sprengten, mit einem Auto zu dem Stadion gefahren haben. Womöglich sollte er sich auch selbst in die Luft sprengen: Im Pariser Vorort Montrouge wurde ein Sprengstoffgürtel gefunden, der ihm zugeordnet wurde. Nach den Pariser Attentaten floh Abdeslam offenbar mit Komplizen nach Belgien.

(haka/AFP)
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