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Schießereien, Explosionen, Geiselnahme, Polizeizugriff
Die Chronologie der Terror-Anschläge in Paris

Berlin trauert um Opfer der Paris-Anschläge
Berlin trauert um Opfer der Paris-Anschläge FOTO: dpa, fis axs
Paris. Bei fast zeitgleichen Anschlägen an mindestens sechs verschiedenen Orten in Paris sind am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet worden. Ein Überblick zum Ablauf der Ereignisse.
  • Zwischen 21 und 21.15 Uhr ereignen sich in Paris fast zeitgleich mehrere Schießereien und Explosionen.
  • Die Umgebung des Stade de France im Norden von Paris, wo gerade vor 80.000 Zuschauern das Fußball-Länderspiel Frankreich gegen Deutschland ausgetragen wird, wird von drei Explosionen erschüttert.
  • Um 21.29 Uhr gibt es eine erste Meldung im Internetkurznachrichtendienst Twitter über eine Schießerei in der Rue Bichat. Ziel des Angriffs im 10. Stadtbezirk ist die Terrasse des Restaurants "Le Petit Cambodge", 14 Menschen werden getötet.
  • Schwer bewaffnete Angreifer stürmen in die Konzerthalle Bataclan in der Innenstadt. Sie rufen "Allah Akbar" (Gott ist groß), schießen wahllos in die Menge und nehmen Geiseln.
  • In der Rue de la Fontaine au Roi nicht weit vom Platz der Republik werden auf der Terrasse der Pizzeria "La Casa Nostra" fünf Menschen getötet.
  • Am Boulevard Voltaire auf der anderen Seite vom Platz der Republik gibt es einen weiteren Angriff mit einem Toten.
  • Etwas weiter nördlich kommt es an der Ecke der Straßen Bichat und Alibert zu Schüssen auf der Terrasse des Restaurants "Le Petit Cambodge". Dort werden 14 Menschen getötet.
  • In der Rue de Charonne etwas weiter östlich hören Augenzeugen zwei bis drei Minuten lang Schüsse. 18 Menschen werden getötet.
  • Präsident François Hollande, der noch vor Ende des Fußballspiels aus dem Stadion in Sicherheit gebracht wurde, trifft gegen 22.30 Uhr zu einer ersten Krisensitzung im Innenministerium ein.
  • Die für Terrorismus zuständige Staatsanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen.
  • Um 22.43 Uhr werden mindestens 35 Tote gemeldet.
  • Die Pariser Krankenhäuser setzen einen Notfall- und Krisenplan in Kraft.
  • Um 0.01 Uhr verhängt Hollande für ganz Frankreich den Ausnahmezustand. In einer Fernsehansprache spricht er von dutzenden Toten und vielen Verletzten: "Es ist entsetzlich."
  • Um 0.15 Uhr kommt das Kabinett zu einer Krisensitzung im Elysée-Palast zusammen.
  • Mehrere Métro-Stationen werden geschlossen.
  • Hollandes Sozialisten, die konservativen Republikaner von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy und die rechtsextreme Front National setzen den Wahlkampf für die Regionalwahlen aus.
  • Um 0.30 Uhr stürmen Einsatzkräfte der Polizei das Bataclan.
  • Die Schulbehörde ordnet an, dass Schulen und Universitäten am Samstag geschlossen bleiben.
  • Das Bildungsministerium untersagt für dieses Wochenende alle Klassenausflüge.
  • Um 1.11 Uhr vermeldet die Polizei rund hundert Tote im Bataclan.
  • Hollande fährt zusammen mit Premierminister Manuel Valls, Innenminister Bernard Cazeneuve und Justizministerin Christiane Taubira zum Bataclan.
  • Der Präsident der Nationalversammlung, Claude Bartolone, ruft zur nationalen Einheit auf.
  • Der französische Rat des Muslimischen Glaubens verurteilt die Anschläge auf das Schärfste.
  • Der Elysée-Palast verkündet die Mobilisierung von 1500 zusätzlichen Soldaten, um die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt zu verstärken.
  • Das Innenministerium richtete eine Telefon-Hotline ein.
  • Hollande ruft am Bataclan einen "erbarmungslosen" Kampf gegen den Terrorismus aus.
  • Nachdem Hollande zuvor eine Schließung der Grenzen verkündet hatte, stellt das Außenministerium klar, dass es sich lediglich um verschärfte Grenzkontrollen handelt.
  • Die Staatsanwaltschaft gibt eine neue Opferzahl von mindestens 120 Toten bekannt.
  • Um 3 Uhr geben Ermittler bekannt, dass am Stade de France vier Menschen getötet wurden, darunter drei Attentäter.
  • Auch die vier Attentäter im Bataclan sind tot. Drei von ihnen töteten sich nach Polizeiangaben selbst, indem sie Sprengstoffgürtel zündeten.
(AFP)
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