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Entwarnung in Paris
Ermittler schließen Terrorhintergrund im Fall Disneyland aus

Paris . Nach der Festnahme eines bewaffneten Mannes nahe dem Vergnügungspark Disneyland bei Paris schließen die Ermittler einen terroristischen Hintergrund aus.

Die Ermittlungen an verschiedenen Orten und die Überprüfung der Kommunikationsdaten des verdächtigen 28-Jährigen hätten keinerlei "Verbindung zu einer terroristischen Tat" ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Paris mit. Der Mann war am Donnerstag mit zwei Waffen sowie Munition und einem Koran in einem Hotel festgenommen worden.

In den Polizeiverhören sagte er aus, er habe die beiden kleinkalibrigen Pistolen bei sich gehabt, weil er sie nicht in der Wohnung seiner Mutter in Paris lassen wollte. Den Angaben aus Polizeikreisen zufolge besitzt der Mann die Waffen seit langem, derzeit wohnt er demnach bei seiner Mutter in der französischen Hauptstadt.

Nach seiner Festnahme im Hotel "New York" am Donnerstagnachmittag hatte der zum Islam konvertierte Mann zunächst ausgesagt, er habe die Waffen bei sich, weil er um seine Sicherheit fürchte.

In der Nacht zum Freitag wurden auch seine Mutter und seine Partnerin befragt. Die Mutter bestätigte nun seine Angaben. Auch der Freundin könne keine "Komplizenschaft" vorgeworfen werden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Gegen den Mann laufen nun aber die üblichen Ermittlungen wegen des Waffenbesitzes.

Disneyland Paris liegt rund 30 Kilometer östlich der französischen Hauptstadt und ist der besucherstärkste Vergnügungspark Europas. In Frankreich gilt seit den islamistischen Anschlägen im vergangenen Jahr höchste Alarmstufe.

 

(felt/AFP)
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