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Terror in Paris
Bataclan: Handyvideo zeichnete die ersten Schüsse auf

Paris. Mehr als 80 Menschen starben, als Terroristen den Pariser Konzertsaal Bataclan stürmten, in dem die Band "Eagles of Death Metal" gerade ein Rockkonzert gab. Jetzt ist ein Handyvideo aufgetaucht, das den Moment zeigen soll, als die Schüsse fielen.

Die Musiker rocken gerade zu einem ihrer Songs ab, eine Lightshow erhellt die ansonsten dunkle Bühne. Plötzlich fallen im Hintergrund mehrere Schüsse, sie sind deutlich lauter als die E-Gitarren und das Schlagzeug der Band. Auf dem Video ist noch zu sehen, wie einer der Musiker sofort die Flucht ergreift. Ein anderer schaut erschrocken in die Richtung, aus der die Schüsse zu kommen scheinen. Der Schlagzeuger duckt sich hinter seinem Instrument. Dann bricht das Video ab.

Entsetzen vor dem Bataclan FOTO: ap, BC

Es ist der Moment, in dem im Bataclan der Terror losbricht und den zunächst keiner begreifen kann. "Zuerst haben wir gedacht, dass das zur Show gehört, aber wir haben schnell verstanden", sagte der Radiomoderator Pierre Janaszak, der das Konzert gemeinsam mit seiner Schwester besucht hatte, der Nachrichtenagentur AFP. Die Attentäter seien zu Dritt gewesen und hätten "einfach in die Menge geschossen", erinnert sich der Radiomoderator. "Es war ein Höllenlärm, sie haben gar nicht mehr aufgehört zu schießen." Janaszak und seine Schwester hatten auf einem der oberen Ränge gestanden. Sie überlebten unverletzt.

Retten konnten sich auch die Mitglieder der Rockband "Eagles of Death Metal", deren Konzert im Bataclan mit seinen 1500 Plätzen ausverkauft war. Die Mutter eines Musikers berichtete der "Washington Post", ihr Sohn und die anderen Bandmitglieder hätten aus dem Konzertsaal flüchten können, als der Angriff begann. "Es war schrecklich", sagte Mary Lou Dorio.

Ein Crew-Mitglied überlebte den Anschlag dagegen nicht. Wie der "Rolling Stone berichtet", war Nick Alexander, der für die Band an einem Stand Merchandising-Artikel verkaufte, unter den Todesopfern.

 

(areh/AFP)
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