Kunstdiebstahl: Picasso-Raub: Ermittler erwarten "lange und schwierige" Suche
zuletzt aktualisiert: 01.03.2007 - 13:50Paris (RPO). Nach dem Diebstahl von zwei millionenschweren Picasso-Gemälden in Paris rechnen die Ermittler mit einer "langen und schwierigen" Aufklärung. In Frage kämen sowohl ein normaler Einbruch als auch ein Auftragsdiebstahl von Profis für einen Kunstliebhaber, hieß es am Donnerstag aus Ermittlerkreisen.
Bisher gebe es keine Hinweise, welche die eine oder andere Hypothese erhärteten. Die auf 50 Millionen Euro geschätzten Werke "Maya mit Puppe und Holzpferd" und "Porträt von Jacqueline" sowie eine Zeichnung waren in der Nacht zum Dienstag aus der Wohnung der Picasso-Enkelin Diana Widmaier im siebten Pariser Bezirk gestohlen worden. Widmaier ist die Tochter der auf einem der Bilder abgebildeten ältesten Picasso-Tochter Maya.
Laut der französischen Behörde gegen den Schmuggel von Kulturgütern (OCBC) erfolgen 80 Prozent aller Diebstähle von bekannten Kunstwerken bei herkömmlichen Einbrüchen und sind damit nicht geplant. Die Täter "träumen davon, enorme Preise zu erzielen, stehlen die Werke und merken danach, dass sie sie nicht verkaufen können", sagte OCBC-Vize-Chef Bernard Darties. Daher seien in der Vergangenheit zahlreiche gestohlene Picasso-Gemälde wieder aufgetaucht. Laut Darties gibt es aber auch das Risiko, dass frustrierte Gelegenheitsdiebe die Werke zerstörten. Die OCBC hatte die Beschreibung der in Paris gestohlenen Gemälde sofort nach Bekanntwerden des Diebstahls über Interpol in alle Welt geschickt.
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