Verschleppte Briten vor Somalia: Piraten verlangen sieben Millionen Dollar Lösegeld
zuletzt aktualisiert: 31.10.2009 - 10:24Nairobi (RPO). Für die Freilassung eines entführten britischen Paares haben somalische Piraten in einem Telefonat mit der BBC sieben Millionen Dollar Lösegeld verlangt. Das berichtete der britische Rundfunksender am Freitag.
Der Anrufer habe erklärte, die Höhe des Lösegeldes sei gerechtfertigt, da die Nato-Verbände in dem Gebiet somalische Fischer festgenommen und ihre Ausrüstung zerstört hätten, hieß es in der Meldung weiter.
Paul und Rachel Chandler waren auf ihrer Jacht in Richtung Tansania unterwegs, als sie am 23. Oktober ein Notsignal absetzten. Die britische Marine fand am Donnerstag ihr verlassenes Boot. Die beiden Entführten waren seitdem in sporadischem Kontakt mit britischen Medien.
Die Piraten haben damit zurzeit insgesamt acht Schiffe in ihrer Gewalt. Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden vier Boote gekapert. Im Seegebiet vor Ostafrika patrouillieren zahlreiche Kriegsschiffe aus EU-Staaten, den USA, Japan, Südkorea und China, um die Attacken auf die internationale Schifffahrt zu unterbinden.
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