Verlängerung der Waffenruhe weiter fraglich: PKK entschuldigt sich für zivile Opfer
zuletzt aktualisiert: 28.10.2010 - 09:19Istanbul (RPO). Die verbotene kurdische Rebellengruppe PKK hat sich für den Tod von Zivilisten bei Anschlägen ihrer Kämpfer entschuldigt. So etwas werde nicht mehr vorkommen, sagte der amtierende Chef der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Murat Karayilan, in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview.
Karayilan ließ offen, ob die PKK ihre am Sonntag auslaufende Waffenruhe erneut verlängern wird, berichtete die türkische Tageszeitung "Radikal".
Karayilan, seit der Festnahme von PKK-Gründer Abdullah Öcalan 1999 der de-facto-Anführer der im Westen als Terrorgruppe eingestuften Rebellen, bedauerte die Gewalt gegen Zivilisten und sagte, seine Kämpfer würden geschult, um zivile Opfer in Zukunft zu vermeiden.
"Es sind auch von unserer Seite Fehler gemacht worden", sagte Karayilan in dem im PKK-Hauptquartier im Nordirak geführten Interview. Als eine Voraussetzung für ein dauerhaftes Ende der Gewalt nannte er eine neue türkische Verfassung als Grundlage für ein friedliches Zusammenleben von Türken und Kurden.
Die PKK kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat; bei Anschlägen und Gefechten sind seitdem mehrere zehntausend Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Zivilisten.
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