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canjet flugzeug entführt afp panorama 2009
  Foto: JAMAICA OBSERVER, AFP
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Jamaika: Polizei beendet Geiselnahme

zuletzt aktualisiert: 20.04.2009 - 15:16

Montego Bay (RPO). In Jamaika ist eine Geiselnahme von 182 Flugzeug-Insassen am Montag unblutig zu Ende gegangen. Der Entführer sei am Flughafen von Montego Bay von der Polizei festgenommen worden, sagte Informationsminister Daryl Vaz dem US-Fernsehsender CNN. Zuvor hatte der auf Anfang 20 Jahre geschätzte Kidnapper bereits alle Passagiere gehen lassen, aber noch sechs Crew-Mitglieder der kanadischen Airline CanJet festgehalten.

Kent Woodside betont, die Sicherheit der Geiseln habe oberste Priorität.  Foto: CP, AP
Kent Woodside betont, die Sicherheit der Geiseln habe oberste Priorität. Foto: CP, AP

Die Polizei hatte nach offiziellen Angaben unter Vermittlung des Vaters mit dem Entführer verhandelt. Der jugendliche Kidnapper stammt offenbar aus Montego Bay im Norden der Karibikinsel. Polizei und Armee hatten das Gelände des Sangster International Airport weiträumig abgesperrt. CanJet-Chef Ken Woodside betonte, die Sicherheit der festgehaltenen Crew-Mitglieder habe oberste Priorität.

Laut Medienberichten wurde in der Boeing 737 ein Schuss abgefeuert, als sich noch alle 182 Menschen an Bord befanden. Nach offiziellen Angaben wurde aber niemand verletzt. Zwei Besatzungsmitgliedern gelang es offenbar, sich im Cockpit der Maschine einzuschließen.

Kidnapper gelangte mit gefälschtem Ausweis an Bord

"Seine Forderung ist, nach Kuba gebracht zu werden", sagte Informationsminister Vaz vor der Festnahme des Einzeltäters. Er beschrieb den Mann als "geistig behinderten Jugendlichen". Dem Vorfall sollte keine internationale Bedeutung beigemessen werden, fügte der Minister hinzu. Neben den mehr als 170 Passagieren seien auch zwei Besatzungsmitglieder bereits frei gekommen. Der Passagier Christen Gosslin informierte laut CNN seinen Vater und berichtete, der Entführer habe von den Passagieren Geld gefordert.

Jamaikas Regierungschef Bruce Golding flog an den Ort des Geschehens, um sich persönlich ein Bild zu machen. Golding kündigte an, die Sicherheitsstandards an den Flughäfen seines Landes zu verbessern. Medienberichten zufolge soll sich der Geiselnehmer soll mit einem gefälschtem Ausweis über den Mitarbeiter-Eingang Zugang zum Airport verschafft haben. Demnach brachte er die Chartermaschine am Sonntagabend gegen 23.30 Uhr Ortszeit (Montag, 06.30 Uhr MESZ) in seine Gewalt. Das Flugzeug sollte laut CNN-Bericht über Kuba nach Halifax an der kanadischen Ostküste fliegen.

Quelle: AFP

 
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