Grubenunglück in Neuseeland: Polizei erklärt alle 29 Bergleute für tot
zuletzt aktualisiert: 24.11.2010 - 17:32Wellington (RPO). In Neuseeland sind 29 seit Tagen verschüttete Bergleute durch eine Gasexplosion ums Leben gekommen. Neuseelands Ministerpräsident John Key nannte das Grubenunglück am Mittwoch in den Medien eine "nationale Tragödie".
Die Explosion im Kohlebergwerk "Pike River" in Greymouth habe sich am frühen Mittwochnachmittag ereignet, teilte Key mit. Peter Whittall, Chef des Bergwerks, hat den Hinterbliebenen eine Bergung der Leichen zugesagt. "Ich will sie zurückhaben, und die Familien wollen sie zurückhaben", wird er zitiert.
Explosion am Freitag
Die Bergleute waren am Freitag durch eine erste Explosion verschüttet worden. Zwei Bergleute konnten sich retten; von den anderen 29 im Alter zwischen 17 und 29 Jahren gab es seitdem kein Lebenszeichen. Die genaue Ursache der beiden Explosionen ist noch unbekannt. Experten vermuten, es könne sich um Methangas oder Kohlenstaub gehandelt haben.
Wenige Stunden vor der neuerlichen Explosion hatte die anglikanische Kirche Neuseelands ein Schreiben zum bevorstehenden ersten Advent und zu dem Minenunglück unter dem Titel "Wo ist Gott in dieser Krise?" veröffentlicht.
Am ersten Advent meditiere die Kirche über "Liebe, Freude, Frieden und Hoffnung". Dann jedoch stellt Erzdiakon Robin Kingston die Frage: "Wenn man am kommenden Sonntag in Greymouth predigt, was um Alles in der Welt könnte man dazu sagen?" Die anglikanische und die katholische Kirche hatten in den vergangenen Tagen zum Gebet für die Verschütteten und ihre Angehörigen aufgerufen.
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